Zwei Modelle stehen zur Auswahl

Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes für das geplante Luxushotel auf dem Grundstück des Max-Planck-Instituts an der Kennedyallee in Frankfurt stehen fest. Am 9. Mai 2001 haben die Investoren des 120 Mio. DM-Projektes, die Unternehmensgruppe Fay GmbH mit Sitz in Frankfurt, die Sieger bekannt gegeben. Insgesamt waren fünf geladene Architekturbüros an dem Wettbewerb beteiligt. Die Aufgabe bestand darin, die auf einem parkähnlichen Gelände gelegenen denkmalgeschützten Gebäude und Villen mit dem Neubau eines Fünf bis Sechs-Sterne Hotels architektonisch zu verbinden. Besondere Beachtung musste dabei der Villa Speyer geschenkt werden, die im Vordergrund der Hotelanlage stehen soll. Als weitere Kriterien wurden die Funktionalität für die Hotelnutzung, Wirtschaftlichkeit und Konstruktion sowie die Qualtität der architektonischen Gestaltung geprüft.
Für die Jury hatten zwei Preisträger die verschiedenen Anforderungen am besten gelöst. Der erste Preis ging an den Entwurf des Architekturbüros Dr. Sever Severain jr. aus Wiesbaden. Für die Jury zeichne sich das Modell unter anderem dadurch aus, dass die beiden neuen Gebäudeflügel sich architektonisch zurücknehmen und somit der Villa Speyer den Vorrang lassen. Darüber hinaus sei die Funktionalität des Hotels am besten und weitestgehendsten gelöst worden. Als zweiter Preisträger wurde das Büro Dr. Porphyrios Associates aus London ausgezeichnet. Hier war für die Jury bespielsweise ausschlaggebend, dass sich die neu zu errichtenen Gebäude deutlich zurückhaltend im Vergleich zur Villa verhalten. Zudem erweise sich die durchgängig ruhige Lage der Hotelzimmer als einen Vorzug.

Zusammen mit der Stadt Frankfurt, die Eigentümerin des Grundstückes ist, sollen die Entwürfe noch städtebaulich verbessert werden. “Eine Vorentscheidung werden wir in den nächsten ein bis zwei Monaten treffen. Ein letztendlicher Entschluss ist auch von den Vorstellungen des künftigen Betreibers abhängig”, erklärt Andreas-Norbert Fay, Geschäftsführender Gesellschafter bei Fay. Bis zum Herbst 2001 soll der Bauantrag für das Hotel gestellt werden.
In der Betreiberfrage verhandelt das Unternehmen nach eigenen Angaben in drei Richtungen. Bereits im vergangenen Jahr bekundeten die Kölner Althoff Hotels sowie Ritz-Carlton Interesse an dem exklusiven Luxusprojekt (NGZ-Der Hotelier Ausgabe 12/2000), das über 150 und 170 Zimmer und Suiten verfügen wird. Für das geplante Gourmetrestaurant, das wirtschaftlich getrennt von dem Hotelbetrieb geführt werden soll, ist die Fay auf der Suche nach einem Drei-Sterne-Koch.
Baubeginn ist vorraussichtlich erst Anfang 2003, wenn das jetzt dort befindliche Max-Planck-Instituts ausgezogen ist. Die Fertigstellung des Hotelbetriebes ist für das Frühjahr 2005 geplant.
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