Ahoi / Frankfurt

Fünf Fragen an Steffen Henssler

Mit seinem Fish- & Seafood-Konzept Ahoi will der umtriebige TV-Koch und Unternehmer Steffen Henssler wachsen.
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Mit seinem Fish- & Seafood-Konzept Ahoi will der umtriebige TV-Koch und Unternehmer Steffen Henssler wachsen.

Mitte Dezember ist der dritte Ahoi-Betrieb der Brüder Steffen und Peter Henssler am Frankfurter Hauptbahnhof gestartet. Mit Fish ‘n‘ Chips, Bowls und Fischbrötchen wollen die Hensslers an Deutschlands drittgrößtem Bahnhof überzeugen. Als Betreiber am Steuer steht Verkehrsgastronomie-Experte SSP. Wir haben Steffen Henssler zu seinen Erwartungen, Herausforderungen und Zukunftsplänen befragt.

Frankfurt ist der dritte Standort der Marke Ahoi – nach Hamburg und Travemünde. Warum hier?
Frankfurt ist aus meiner Sicht eine der spannendsten Städte in kulinarischer und gastronomischer Hinsicht. Auf unseren jüngsten Standort bin ich besonders stolz. Wir haben ja in Travemünde nur kurze Zeit zuvor eröffnet, aber mit der Eröffnung in Frankfurt kommen wir jetzt auch richtig raus, sind wirklich weg aus Hamburg und Umgebung. Neu ist außerdem die Beschaffenheit des Standorts. Wir sind jetzt erstmals an einem hochfrequenten Verkehrsknotenpunkt eingezogen. Da trifft man natürlich auf einen ganz anderen Zeitdruck und eine andere Gästestruktur.
 

Ahoi steffen henssler, Frankfurt : Maritimes Flair am Hauptbahnhof




Wie haben Sie sich für die Herausforderungen des neuen Standorts gewappnet?
Wenn man so einen Schritt macht, dann braucht man einen starken Partner. Den haben wir mit SPP gefunden. Für uns ist ja der Standort an einem hochfrequenten Verkehrsknotenpunkt etwas total Neues. Gemeinsam haben wir lange am Konzept getüftelt, schließlich soll daraus eine langfristige Partnerschaft erwachsen. In erster Linie bedeutet diese Anpassung an den Standort eine Optimierung des Angebots: Wir haben hier in Frankfurt viel mehr Snacks für den To-go-Verkauf. Die komplette Sandwich- und Brotabteilung haben wir exklusiv für Frankfurt entwickelt. Aktuell gibt es vier verschiedene Fischbrötchen und fünf Sandwiches. Wir gehen davon aus, dass 60 bis 70 Prozent des Geschäfts auf Grab & Go entfällt. Burger gibt es in Frankfurt nicht, Bowls aber schon.
 
Mit Ihrem Konzept Ben Green haben Sie ja eher eine weniger erfreuliche Erfahrung an einem Verkehrsstandort gemacht …
Mit Ben Green waren wir ja am Kölner Flughafen. Weder Standort noch Marke sind vergleichbar. Im Nachhinein muss ich ganz klar sagen: Ben Green war für den Standort und zu dieser Zeit zu stark zugespitzt, rein vegan. Das hat an dieser Stelle einfach nicht funktioniert. Mittlerweile haben wir das Konzept von Ben Green nochmal überdacht und in Hamburg neu eröffnet. In der Europa-Passage sind wir damit jetzt sehr erfolgreich.
 
Was macht das Ahoi tragfähig für die Multiplikation?
Bei der Kreation der Marke Ahoi war von Anfang an klar, dass wir damit auch in andere Städte gehen wollen. Das Ahoi ist breit aufgestellt und flexibel. Wir können relativ schnell auf die Nachfrage reagieren. Wenn wir feststellen, dass Fischbrötchen der Renner sind, legen wir nach. Sind es die Bowls, bauen wir dieses Segment aus. Im Hamburger Ahoi haben wir auch ganz klassische Imbissprodukte wie Burger, Currywurst und Schnitzel. So wird jedes Restaurant seinem Umfeld angepasst.
 
Wie geht’s 2020 weiter?
In Scharbeutz sind wir gerade in Verhandlungen für ein weiteres Ahoi-Restaurant in Eigenregie. Darüber hinaus können wir  uns auch vorstellen, mit SSP schon im nächsten Jahr einen weiteren Standort zu eröffnen.
 
 
 
Über Steffen Henssler
Mit dem Henssler Henssler legte Steffen Hensslers 2001 in Hamburg den Grundstein für seine Karriere als Gastro-Unternehmer. Im Mutterschiff, wie Henssler sein erstes Restaurants nennt, gibt es Seafood – inspiriert von den Küchen Japans und Kaliforniens. Knapp 20 Jahre später zählt Henssler mit GO und Ono zwei weitere im oberen Segment positionierte Seafood-Konzepte sein eigen. Das Ahoi hingegen, das 2017 in der Hamburger Innenstadt den Betrieb aufnahm, bietet seinen Gästen Fisch und Seafood im Mittelpreis-Segment sowie Imbissklassiker von Schnitzel bis Currywurst. Ihrem am Kölner Flughafen wieder geschlossenen Konzept Ben Green haben Henssler und Ex-Fußballer Marcell Jansen Mitte des Jahres in der Hamburger Europa-Passage neues Leben eingehaucht.
Zum Unternehmen Henssler gehört neben den Restaurants auch eine Kochschule und Event-Location in Hamburg: Hensslers Küche.
Seine große Bekanntheit verdankt Henssler allerdings nicht zuletzt seinen zahlreichen TV-Aktivitäten. Nach Formaten wie Die Küchenschlacht, Topfgeldjäger (beides ZDF), Der Restauranttester (RTL), Grill den Henssler (VOX) oder Schlag den Henssler (ProSieben) wird der TV-Koch und Kochbuchautor ab dem 10. Februar 2020 eine weitere neue Show moderieren. Bei der RTL-Nachmittags-Show Hensslers Countdown - Kochen am Limit lädt der 47-Jährige zu einem "Improvisations-Kochduell für selbstbewusste Hobbyköche".


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