Akquise

Rewe übernimmt Lekkerland

Rewe-Vorstand Souque will das Wachstum im Segment Convencience durch die Akquise von Lekkerland antreiben.
Rewe, Lekkerland
Rewe-Vorstand Souque will das Wachstum im Segment Convencience durch die Akquise von Lekkerland antreiben.

Die Rewe Group übernimmt den Großhändler Lekkerland. Die Aktivitäten des Spezialisten für Unterwegskonsum werden künftig in einer neuen Geschäftseinheit innerhalb des Rewe Konzerns gebündelt. Rewe-Vorstand Lionel Souque setzt große Erwartungen in das Wachstumspotenzial der Sparte.

"Die Unterwegsversorgung und der Außer-Haus-Verzehr gehören zu den stärksten Trends unserer Branche und werden zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen. Denn nicht nur junge Menschen kaufen und verzehren Mahlzeiten und Snacks immer öfter unterwegs", erklärte Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group im Rahmen der Lekkerland-Übernahme.

Bereits in den vergangenen Jahren habe man die Convenience-Sortimente kontinuierlich erweitert und qualitativ verbessert. Die Kombination der eigenen Ressourcen mit der spezialisierten Logistik und der umfassenden Großhandels- und Convenience-Expertise von Lekkerland sei ein überzeugendes Erfolgsrezept für die Zukunft in einem wichtigen Segment des Lebensmittelmarktes.
Rewe Group
Die genossenschaftliche Rewe Group ist einer der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Das Kölner Unternehmen steigerte im vergangenen Geschäftsjahr ihren Nettoumsatz um 4,7 Prozent auf 61,2 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis des Konzerns – ohne Kaufleute und Beteiligungen – legte vergangenes Jahr um fast ein Viertel auf 609 Mio. Euro zu. Die 1927 gegründete Rewe Group ist mit ihren mehr als 360.000 Beschäftigten in 22 europäischen Ländern präsent. Zu den Vertriebslinien zählen Super- und Verbrauchermärkte der Marken Rewe, Rewe Center, Billa sowie Merkur, der Discounter Penny und die Baumärkte von Toom. Hinzu kommen Convenience-Märkte (Rewe To Go) und die E-Commerce-Aktivitäten Rewe Lieferservice sowie Zooroyal, Weinfreunde und Kölner Weinkeller.

"Die Unterwegsversorgung zählt zu den Bereichen mit den größten Wachstumsperspektiven im Lebensmittelhandel. Die Kompetenz von Rewe in den Bereichen Ware und Category Management sowie die logistische Leistungsfähigkeit und vielfältige Großhandels-Expertise von Lekkerland ergänzen sich ideal. Von der Kombination der Stärken der Rewe Group und der Lekkerland Gruppe werden Großhandelskunden und Endverbraucher gleichermaßen profitieren", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Rewe und Lekkerland.Der geplante Zusammenschluss muss noch von den Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden. Details über die Kaufmodalitäten wurden nicht bekannt gegeben.
 
Lekkerland
Lekkerland ist Spezialist für den Unterwegskonsum und bietet Dienstleistungen, maßgeschneiderte Logistik und ein breites Großhandelssortiment an. Lekkerland betreut rund 91.000 Verkaufspunkte in sieben europäischen Ländern und hat topaktuelle Marken und Eigenmarken im Sortiment. Zu den Kunden zählen Tankstellenshops, Kioske, Convenience-Stores, Bäckereien, Lebensmitteleinzelhändler und Quick Service Restaurants. Zuletzt hatte das Unternehmen Umsatzrückgänge vermeldet. Im vergangenen Geschäftsjahr sanken die Erlöse um mehr als 3 Prozent auf rund 12,4 Mrd. Euro. Aber nicht nur der Umsatz auch das operative Ergebnis des Großhändlers war um rund 11 Prozent auf 92,7 Mio. Euro rückläufig. Dabei machte der Verlust des Großkunden Aral an Rewe zu schaffen. Mitte vergangenen Jahres war der Vertrag von Lekkerland mit Aral, der zuletzt fast 9 Prozent der Erlöse des Unternehmens ausmachte, ausgelaufen. Seitdem beliefert Rewe den Großteil der Aral-Tankstellen.


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