Aktionswoche Zu Gut für die Tonne

Caterer engagieren sich

Vom 22. bis 29. September läuft die bundesweite Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel" im Rahmen der BMEL-Initiative "Zu gut für die Tonne!"
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Vom 22. bis 29. September läuft die bundesweite Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel" im Rahmen der BMEL-Initiative "Zu gut für die Tonne!"

"Deutschland rettet Lebensmittel" heißt es vom 22. bis 29. September in Deutschlands Restaurants und Kantinen. Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Vereins United Against Waste beteiligen sich Unternehmen, Vereine und Verbände.

Auch große Contract Caterer wie zum Beispiel L & D oder Wisag Catering engagieren sich mit mehreren Standorten gegen Lebensmittelverschwendung – nicht allein während der Aktionswoche. L & D mit Sitz in Grafschaft ist Mitglied des Vereins United Against Waste: "Für L & D ist das Thema Lebensmittelwertschätzung schon lange eine Herzensangelegenheit. Abfallmessungen und die Kooperation mit nachhaltigen Partnern, wie zum Beispiel querfeld oder Too Good To Go, werden in vielen L & D Restaurants unterstützt.
Begleitend zur Aktionswoche werden in den teilnehmenden L & D Restaurants kreative Zero-Waste-Gerichte gekocht, um die Gäste für einen nachhaltigen Lebensmittelumgang zu sensibilisieren und Produkte zu retten, die den Weg auf den Teller vielleicht nicht mehr gefunden hätten", heißt es aus Geschäftsführung. Mit rund 50 Restaurants sind die Grafschafter an der Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung beteiligt.

Zeigen, wie man bestens verwertet

Jährlich landen allein in Deutschland knapp zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll – als Rohware, in der Profiküche, von den Tellern, insgesamt zur Hälfte in Privathaushalten. Die bundesweite Aktionswoche von "Zu gut für die Tonne!" des BMEL und der Länder umfasst diverse Aktionen unterschiedlicher engagierter Partner. Vor-Ort-Aktionen und digitale Formate gegen Foodwaste laufen unter dem Motto "Deutschland rettet Lebensmittel".

Das Minsterium will bewusst die gesamte Lebensmittelversorgungskette mit einbeziehen: von der Primärproduktion und Verarbeitung über den Groß- und Einzelhandel bis hin zur Außer-Haus-Verpflegung und den Privathaushalten. Interessierte finden auf der Webseite Deutschland rettet Lebensmittel alle Informationen. In den sozialen Medien vernetzt der Hashtag #deutschlandrettetlebensmittel Jung und Alt, Profis und Verbraucher. 

Zero-Waste-Gerichte

Damit weniger Lebensmittel in der Tonne landen: Die Wisag Catering analysiert, wie sie Essensreste noch weiter reduzieren kann.
Wisag
Damit weniger Lebensmittel in der Tonne landen: Die Wisag Catering analysiert, wie sie Essensreste noch weiter reduzieren kann.
Auch die Wisag Catering Holding möchte das ökologische Bewusstsein ihrer Tischgäste fördern und ist mit zahlreichen Business- und Care-Standorten mit von der Partie. "Schonend mit Ressourcen umzugehen, ist für uns ganzjährig und durchgängig wichtig", sagt Ulrich Höngen, Geschäftsführer der Wisag Catering Holding. So setze das Unternehmen beispielsweise nachhaltige Verpackungsmaterialien ein und wähle seine Lieferanten auch in Hinblick auf ökologische Aspekte aus. 

Für die Aktionswoche werden in den teilnehmenden Betrieben übrig gebliebene Gerichte und Snacks kurz vor Schließung günstiger angeboten – in einigen Betriebsrestaurants seit Längerem über die App "Too Good To Go" gewohnte Praxis. Zudem werden die Catering-Köche spezielle "Zero-Waste-Gerichte" aus übrig gebliebenen Lebensmitteln servieren. "Auf eine solche Weise qualitativ einwandfreie Lebensmittel zu retten, ist bei uns sowohl im Business als auch im Care Catering bereits gelebte Praxis. In der Aktionswoche stellen wir diese Zero-Waste-Gerichte nun gezielt in den Mittelpunkt", ergänzt Höngen.

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