#AlarmstufeRot

Großdemo mit prominenten Unterstützern

#AlarmstufeRot am Mittwoch bei der Großdemo in Berlin
#AlarmstufeRot. Fotograf: Manuel Weidt
#AlarmstufeRot am Mittwoch bei der Großdemo in Berlin

Mehr als 15.000 Mitarbeiter und Vertreter des Veranstaltungswesens forderten am Mittwoch auf der bundesweiten Großdemonstration finanzielle Hilfen der Regierung. Damit soll der eigenen Angaben zufolge sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands vor dem Aus bewahrt werden. Mit den bereitgestellten Hilfsmitteln komme die Branche nicht aus, nur ein Prozent davon sei ausbezahlt worden.

Mit roten Shirts, Masken und ausreichend Abstand protestierten auf dem Demonstrationszug 6.500 Teilnehmer, vor dem Brandenburger Tor waren es 15.000, ein Fahrzeug-Corso mit mehr als 500 LKW zog durch die Hauptstadt. Symbolisch wurde zwischen Reichstagsgebäude und Kanzleramt das „letzte Hemd“ niedergelegt. Prominente Künstler zeigten in Videogrußbotschaften ihre Solidarität, live auf der Bühne waren Herbert Grönemeyer und The BossHoss. 

Der Existenzgrundlage beraubt

Sechs Kernforderungen standen im Zentrum der Großdemo. Dazu gehören erweiterte Überbrückungs- und Kreditprogramme, ein steuerlicher Verlustrücktrag sowie ein angepasster EU-Beihilferahmen und flexible Kurzarbeiterregelungen. Ziel des Ganzen: die Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen. Die Veranstaltungsbranche wurde im Zuge der Pandemiebekämpfung ihrer Existenzgrundlage beraubt. Gefährdet sei nun eine Million Arbeitsplätze. Die Branche steht für einen Umsatz von 130 Mrd. Euro.

#AlarmstufeRot: Großdemo der Veranstaltungswirtschaft



Ein Rettungsdialog mit den Bundes- und Landesregierungen werde dringend benötigt. Der Blick nach Österreich zeige, dass es ein wirksames und verantwortungsbewusstes Förderprogramm geben könne. Zu einem ersten Gespräch vor den Reichstagsstufen und auf der Bühne am Brandenburger Tor kamen Bundestagsabgeordnete der meisten Parteien und Regierungsvertreter zusammen.
Über #AlarmstufeRot

Einflussreiche Initiativen, Verbände und Vereine haben zu Beginn des Veranstaltungsverbots das Bündnis #AlarmstufeRot gegründet. Seither gehen jeden Mittwoch um fünf nach zwölf Beschäftigte in den deutschen Landeshauptstädten auf die Straße, um für politische Rettungshilfen und eine Wahrnehmung durch die Regierung zu demonstrieren. Bislang wurden nur 248 Mio. €, das entspricht 1 % der insgesamt verfügbaren Mittel ausbezahlt. Die Vergabekriterien sind laut Bündnis zu restriktiv und gingen an der Realität der Notleidenden Betriebe vorbei.


 

stats