Albrechthof/Bayern

Kindercaterer für Tierschutz ausgezeichnet

Dr. Niels Kohlschütter (rechts), Vorstand der Schweisfurth Stiftung, und Saro Gerd Ratter (links), Projektmanager Tierwohl der Schweisfurth Stiftung, überreichen zusammen die Tierschutz-Kochmütze an Martin und Lena Albrecht (mitte), Inhaber des Catering-Unternehmens Albrechthof.
Schweisfurth Stiftung
Dr. Niels Kohlschütter (rechts), Vorstand der Schweisfurth Stiftung, und Saro Gerd Ratter (links), Projektmanager Tierwohl der Schweisfurth Stiftung, überreichen zusammen die Tierschutz-Kochmütze an Martin und Lena Albrecht (mitte), Inhaber des Catering-Unternehmens Albrechthof.

Dass ein ausgewogener Speiseplan mit 100 Prozent Bio-Zutaten auch in der Verpflegung für Schulen und Kitas erfolgreich sein kann, beweist das regionale Catering-Unternehmen Albrechthof im oberbayerischen Odering. Für das zukunftsweisende Konzept wurde das Unternehmen von der Münchner Schweisfurth Stiftung und Euro-Toques im Rahmen der "Initiative Tierwohl" nun mit der "Tierschutz-Kochmütze" prämiert.

Die Albrechthof Catering und Menü GmbH versorgt seit 2010 Kitas, Kindergärten und Schulen im bayerischen Oberland täglich mit Essen. Dabei wird auf die Herstellung ausgewogener und schmackhafter Menüs gemäß den aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen Wert gelegt. Zudem setzten die Inhaber Lena und Martin Albrecht von Anfang an auf den Einsatz von bio-zertifizierten und regionalen Lebensmitteln – im Idealfall vom benachbarten Demeter-Hof.

„Wir versorgen im Schnitt täglich über 2.000 Kindergartenkinder und Schüler mit Mittagessen“, so Lena Albrecht, Diplom-Ökotrophologin und Leiterin des Küchenteams am Albrechthof. Anliegen sei es, die Kinder und Jugendlichen mit gesundem Essen zu versorgen. Nachhaltigkeit und damit auch ökologisch erzeugte Produkte seien hier von zentraler Bedeutung. „Wir konnten den Bio-Anteil kontinuierlich ausbauen und setzen seit September 2018 ausschließlich Bio-Produkte in der Küche ein“, so Lena Albrecht.

Insbesondere bei tierischen Produkten achte man auf Herkunft, Qualität und Tierwohl. So stammt beispielsweise das Rindfleisch von Tieren, die im „gläsernen“ Schlachthof der Sonnberg Biofleisch GmbH geschlachtet werden. Dies sei ein Pionier- und Vorzeigebetrieb hinsichtlich stressfreier Schlachtung, so Martin Albrecht. Als Mitglied von Slow Food Deutschland wolle man einen Beitrag leisten, dass auch zukünftige Generationen mündige Konsummenten sind und eine nachhaltige Esskultur pflegen.

Ein Leuchtturm für die Branche

„Das ganzheitliche Konzept begeistert die Jury. Lena und Martin Albrecht zeigen nicht nur, wie eine kindgerechte, nachhaltige Verpflegung aussehen kann, sondern auch, dass sie möglich ist“, erläutert Dr. Niels Kohlschütter, Vorstand der Schweisfurth Stiftung, die Jury-Entscheidung. Man wünsche sich, dass dieses Beispiel in der Gemeinschaftsverpflegung Schule mache.
Über die Initiative Tierschutz auf dem Teller
Mit der Initiative Tierschutz auf dem Teller engagiert sich die Schweisfurth Stiftung seit 2008 für mehr Tierwohl in der Außer-Haus-Verpflegung. Vorbildliche Betriebe werden alljährlich mit der „Tierschutz-Kochmütze“ ausgezeichnet. Die Initiative richtet sich an Restaurants und Hotels sowie an Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung. Ziel ist es, den Tierschutzgedanken in der Außer-Haus-Verpflegung stärker zu verankern.

Über die Schweisfurth Stiftung
Die Schweisfurth Stiftung setzt sich für eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft ein. Der Fokus liegt dabei auf den Themen: Artgerechte Tierhaltung, Ernährungssouveränität, Umweltschutz, soziale Innovationen für gute Stadt-Land-Beziehungen und ethische Prinzipien, die ökologischem Handeln zugrunde liegen. Die Schweisfurth Stiftung versteht sich als Brückenbauer zwischen Wissenschaftlern und Praktikern; fungiert als Impulsgeber, Berater und Prozessbegleiter für Wirtschaft, Politik, Verwaltung sowie Verbände – und gestaltet zusammen mit Kooperationspartnern aktiv Prozesse des sozial-innovativen Arbeitens mit.


stats