Schulcatering

Apetito lanciert Allround-App für Schüler

Die glutenfreien Cappelletti mit Frischkäse-Spinatfüllung erhielten kürzlich den "Free From Food Award 2019".
Apetito
Die glutenfreien Cappelletti mit Frischkäse-Spinatfüllung erhielten kürzlich den "Free From Food Award 2019".

Apetito positioniert sich als führender Kita- und Schulverpfleger in Deutschland. Mit einer frisch lancierten App, glutenfreien Menüs und servicefreundlicher "Wichtelküche" will der Tiefkühlspezialist weiter den anspruchsvollen Markt erobern.

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Das flashed und haut rein, würde man auf Neudeutsch sagen. Die Apetito-App "Scapp" könnte den Markt für Schulcatering revolutionieren und bestenfalls deutlich mehr Kids und Teens in die Mensa bewegen. Das Konzept scheint genial: eine App für Schüler, Eltern und Lehrer, die alle wichtigen Informationen bündelt, die für den Schulalltag relevant sind – inklusive cooler Chat-Funktion. Wer bei dieser App ausschließlich an den Speisenplan denkt, wird eines Besseren belehrt. Scapp punktet mit einem Ferien-Countdown, Stunden- und Vertretungsplan, Speisenplänen, Allergen-Infos, Umfragen, Schulnews, Foodfeed und eben einem Chat, bei dem Schüler beispielsweise ihre Rückfragen zu den Hausaufgaben am Nachmittag einstellen können.


Alles im Griff: Essen, Zeit, Hausis

Es versteht sich von selbst, dass die Schüler über Scapp ihr Wunschmenü bestellen, bezahlen und bewerten können. "Wir wollten den Schulen eine Komplettlösung bieten und gleichzeitig den Schülern ein Medium an die Hand geben, das ihren Gewohnheiten entspricht, für sie angesagt ist und ihnen zudem einen echten Mehrwert bringt", sagt Klaus Ludmann, Geschäftsführer Apetito Kids & Schools. Dies scheint gelungen, bei der Vielzahl an Möglichkeiten, die dieses digitale Tool allen Beteiligten auf die Hand serviert. Fällt eine Stunde aus, könnte die Schulleitung eine Push-Nachricht direkt auf die Handys der Schüler schicken.

Doch wie steht es um die Sicherheit? Klaus Ludmann lässt keinen Zweifel aufkommen, die App unterliege einem maximalen Anspruch an Sicherheit und Datenschutz und gehe zu 100 Prozent konform mit der Datenschutz-Grundverordnung. Das Übertragen der Daten laufe verschlüsselt. Der Aufwand für die Schulen halte sich in Grenzen: Installation und Einpflegen der Stammdaten würden rund zwei Stunden dauern. "Derzeit testen wir die App in fünf Schulen", berichtet der Verpflegungsspezialist. Zum Jahresende plant Apetito den bundesweiten Roll-out.

Die Allround-App ist ein Baustein einer umfassenderen "Smart-Offensive" des Tiefkühlspezialisten. Derzeit sei man dabei, die gesamte Prozesskette zu digitalisieren. Wie auch sonst will man die junge Zielgruppe erreichen. Für die Apetito-Gruppe ist die Sparte "Kids & Schools" mittlerweile der größte Einzelmarkt. Mehr als 6.000 Schulen und Kitas führen die Westfalen in ihrer Kundenliste auf. In der Catering-Sparte konnten die Spezialisten aus Rheine ihren Umsatz sogar um 33 Mio. Euro nach oben schrauben auf 56,1 Mio. Euro, ein Plus von fast 143 Prozent. Die Mehrerlöse resultieren allerdings in erster Linie aus der Übernahme eines Berliner Essensanbieters.

Schulmarkt wächst weiter

Apetito sieht auch künftig großes Wachstumspotenzial in diesem Markt. "Wir haben bundesweit rund 54.000 Kitas und 21.000 Schulen, für die wir als Dienstleister interessant sind", sagt Marketing-Managerin Angela Koch. Sie kennt den Markt bestens – und die Konkurrenz ist groß. Was Apetito beschäftigt, sei aber weniger die Konkurrenz als vielmehr die vielen Herausforderungen des Marktes. Günstig soll das Essen sein, den DGE-Anforderungen entsprechen und natürlich gut, lecker, abwechslungsreich und differenziert in den Kostformen – mit Bio-Zutaten und aus der Region. Zudem sind immer mehr Service-Leistungen wie etwa Kassierung gefragt.

Gleichzeitig mangele es in den Einrichtungen an Fachpersonal, um das Essen sachgerecht zuzubereiten und dann sei da noch die Logistik zu stemmen. "Zudem nehmen die Ausschreibungen deutlich zu. Es gibt Bundesländer, in denen die Eltern jedes Jahr neu über den Verpflegungsanbieter entscheiden wie etwa in Thüringen", beschreibt Klaus Ludmann die Situation. Und während Schulen digital ganz gut unterwegs sind, hätten viele Kindertageseinrichtungen noch nicht einmal einen Zugang zu einem PC. "Die sind im wahrsten Sinne des Wortes offline", bedauert Ludmann, der sich von kommunaler Seite mehr Geld für die Einrichtungen wünscht.

Welche glutenfreien Gerichte Apetito im Sortiment hat und wie das Prinzip der "Wichtelküche" funktioniert, erfahren gv-praxis-Leser im  Artikel im Septemberheft. Noch kein Abo? Im Probe-Abo testen Sie die gv-praxis analog und digital unverbindlich für drei Monate.



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