Atemwegserkrankungen

DAK für telefonische Krankschreibung – dauerhaft

"Die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen darf nicht immer wieder zur Debatte stehen, weil sie sich bewährt hat", sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm am Donnerstag in Hamburg.
IMAGO / Westend61
"Die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen darf nicht immer wieder zur Debatte stehen, weil sie sich bewährt hat", sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm am Donnerstag in Hamburg.

Nach Meinung der Krankenkasse DAK hat sich die telefonische Krankschreibung bewährt. Deshalb fordert die DAK ein dauerhaftes Recht auf telefonische Krankschreibung – insbesondere bei leichten Atemwegserkrankungen.

Die während der Corona-Pandemie eingeführte und nun befristet reaktivierte Möglichkeit der telefonischen Krankmeldung muss nach Ansicht der Krankenkasse DAK-Gesundheit dauerhaft beibehalten werden. Sie wurde bisher nur bis Ende November 2022 verlängert. "Die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen darf nicht immer wieder zur Debatte stehen, weil sie sich bewährt hat", sagte der DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Sie schütze Beschäftigte der Arztpraxen sowie andere Patientinnen und Patienten gleichermaßen vor einer Ansteckung.

"Das Wartezimmer darf für ältere Menschen und andere vulnerable Gruppen nicht zum Risiko werden." Bei leichten Atemwegserkrankungen sei es medizinisch nicht sinnvoll, wenn Betroffene nur wegen einer Krankschreibung in die Praxis kämen. "Wenn wir die Ansteckungsrisiken für Erkältungskrankheiten minimieren, hilft das letztlich auch, Arbeitsausfälle im Herbst und Winter zu reduzieren."

Storm forderte eine dauerhafte Lösung, für die unmittelbar nach der politischen Sommerpause die rechtliche Grundlage in enger Abstimmung mit den ärztlichen Selbstverwaltungsgremien geschaffen werden müsse. Der Gemeinsame Bundesausschuss hatte am Donnerstag die Sonderregelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wieder eingeführt. Sie gilt vorerst bis zum 30. November 2022. Die Regelung galt bereits zu Beginn der Corona-Pandemie, war aber zum 1. Juni angesichts der entspannteren Infektionslage ausgelaufen.

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