Ausblick

Worauf es 2019 ankommt


Der Ausblick auf 2019: Welche Herausforderungen warten auf die Profis in der Gastro-Branche?
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Der Ausblick auf 2019: Welche Herausforderungen warten auf die Profis in der Gastro-Branche?

Ein aufregendes Jahr liegt hinter uns – und ein sicher aufregendes Jahr startet. Um Sie auf die nächsten zwölf Monate einzustimmen, haben wir 60 System- und 100 Gemeinschaftsgastronomen befragt, welche Herausforderungen auf die Branche warten. Die Redaktion FOOD SERVICE wünscht Ihnen und Ihren Familien alles Gute für 2019. Bleiben Sie uns gewogen.

Im Folgenden lesen Sie Ausblicke auf das Jahr 2019: Welche Auswirkungen hat die zunehmende Flexibilität der Arbeitszeiten auf die Gemeinschaftsgastronomie? Und welche Umsatzentwicklung erwarten Systemgastronomen in den nächsten Monaten?

Ganztägige Konzepte gefragt 
Das ist ein Ergebnis der neuen Studie, die dokumentiert: Zukünftig dreht sich nahezu alles nur noch um Gast und Kunde. Genau hier liegt die Herausforderung. Schon in der letzten Eigenregie-Umfrage wurde deutlich, dass die Betriebsgastronomie der 40 befragten Unternehmen durch New Work – also Home Office, Mobile Working und Flexibilisierung der Arbeitszeiten – 1,3 Millionen Tischgäste nur in der Mittagspause verloren hat. Heißt: Arbeit ist wieder das, was man tut, nicht, wohin man geht. Konkret melden 25 von 40 abgefragten Unternehmen in Eigenregie geringere Essenszahlen in der Mittagszeit zum Vorjahr, ein Alarmsignal.

Umso verständlicher, wenn Jürgen Thamm, Compass, konstatiert: „Es geht zukünftig um ganztägige Konzepte, denn die Bedürfnisse der Gäste haben sich völlig verändert.“ Für Experten besteht kein Zweifel darüber, dass die Zahl der Mittagsgäste zwischen 12 und 14 Uhr in den nächsten Jahren weiter abnehmen wird.

Grenzen verschwimmen
Gleichzeitig gilt es, wie LZ-Catering-Geschäftsführer Ulrich Leidorf formuliert, "dem Wertewandel der Generationen gerecht zu werden und aktiv, rechtzeitig und nachhaltig zu begegnen." Er fügt hinzu, dass es weiter darum gehe, die Betriebsgastronomie als wertigen Baustein im Employer Branding der Unternehmen zu verankern. Auch für 2019 gilt: Generell verschwimmen die Grenzen zwischen öffentlicher Gastronomie und Gemeinschaftsgastronomie.

Top fünf Erfolgskriterien Gemeinschaftsgastronomie
1. Gastzufriedenheit 
2. Kundenorientierung 
3. Mitarbeiterpotenzial 
4. Ökologie / Nachhaltigkeit 
5. Innovation 


Systemgastronomie erwartet Wachstum
"Welche Geschäftsfelder, Aktivitäten und Sortimente werden 2019 in Ihrem Unternehmen die Wachstumstreiber sein?", fragten wir die rund 60 Teilnehmer unserer Umfrage. Ganz weit oben positionieren die Befragten vor allem jene Faktoren, die mit Menschen zu tun haben: Als Nr. 1 der Treiber für Wachstum nennen die Gastronomen Serviceschulungen, auf Rang 3 Mitarbeitergewinnung und auf Rang 5 Social-Media-Aktivitäten.

Ebenfalls unter den Top 5 und als stark wachstumsrelevant werden auf den Positionen zwei und vier das Snackgeschäft und der Umsatz to-go eingestuft. Kategorien, die Angebots- bzw. Produkt-bezogen sind.

Jeweils über die Hälfte und bis zu drei Viertel der Befragten rechnen 2019 mit einem leichten bis deutlichen Wachstum für ihre Unternehmen: am stärksten beim Umsatz (74 %). In den Feldern Ertrag, Investitionen und Konsumklima sind dies jeweils deutlich über die Hälfte (56 bis 57 %).

Top fünf Wachstumstreiber Systemgastronomie
1. Serviceschulungen 
2. Snackgeschäft 
3. Mitarbeitergewinnung 
4. Take-Away 
5. Social-Media-Aktivitäten 


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