Ausgehtipps Stuttgart

Wirtshauskonzept modern interpretiert

Die Theke mit dem Rothaus-Sortiment ist der Mittelpunkt des Gasthauses.
Rothaus
Die Theke mit dem Rothaus-Sortiment ist der Mittelpunkt des Gasthauses.

Nicht nur zur Intergastra hat Stuttgart hervorragende gastronomische Adresssen zu bieten. Vor der wichtigen Messe für Hotellerie und Gastronomie stellen wir einige Adressen vor. Diesmal: Die Rothaus Brauerei mit ihrem Wirtshaus im Stuttgarter Gerberviertel.

Zwar gilt München als unerreicht, wenn es um die Brauhauskultur geht – doch andere Städte holen auf. In Stuttgart etwa gibt es mittlerweile fünf entsprechende Locations. Pionier war das 1987 gestartete Calwer Eck des Gastronomen Klaus Schöning. Neuester Zugang in der City ist das Wirtshaus der Rothaus Brauerei im Einkaufszentrum Gerber – ein echter Wallfahrtsort für Fans des legendären Tannenzäpfle-Pils.

Debüt in der Großstadt

Gastlichkeit auf Schwarzwälder Art versprechen die Macher. Nur wenige Schritte entfernt von der Gaststätte der Stuttgarter Traditionsbrauerei Dinkelacker zeigt die Badische Staatsbrauerei Rothaus Flagge. Mit dem ersten Lokal außerhalb des Stammsitzes im Hochschwarzwald muss sich Rothaus hinter der Konkurrenz nicht verstecken. 
Auf 850 Quadratmetern finden rund 260 Gäste Platz, auf der Außenfläche vor dem Eingang zum Gerber kommen nochmals etwa 80 Plätze hinzu. Von einem "modern interpretierten Wirtshauskonzept" spricht Betreiberin Denise Schuler (vormals Wilhelma-Gastronomie). Tatsächlich präsentiert sich das Lokal mit Gastraum, Lounge und Bar in einem gelungenen Interior-Mix.

Die lange Theke mit der imposanten Flaschenbatterie an der Rückwand, die das gesamte Rothaus-Sortiment zeigt, zieht als erstes die Blicke der Gäste auf sich und prägt das Ambiente, für das das Architekturbüro Blocher Partners verantwortlich zeichnet. Beeindruckend ist die Größe des Raumes, in dem weniger die dunklen Tische und Stühle vor der Theke oder die hellen Wirtshausmöbel aus Schwarzwälder Weißtanne für Schwarzwaldflair sorgen, sondern vielmehr die Dachschindeln an der Decke. So ist es gelungen, dem Lokal einen besonderen Charakter zu geben, der sich deutlich von den anderen Brauhäusern in Stuttgart abhebt.

Fassbier, Spritz und Single Malt

Naturgemäß stehen die Biere der Rothaus-Brauerei im Fokus der Getränke-Offerten. Vom Fass kommen unter anderem das bereits erwähnte Tannenzäpfle-Pils (0,3 Liter für 3,20 Euro, 0,5 Liter für 4,30 Euro) oder auch das unfiltrierte Maidle. Zudem gibt es Spritziges wie "Blackforest Spritz" mit Kirsche, Sekt, Sloe Gin, Limette & Soda (7,90 Euro), Weine, Softdrinks, Heißgetränke und Spirituosen, darunter der Black Forest Single Malt Whisky (4 cl für 6,90 Euro).

Auch kulinarisch geht es um den Schwarzwald – mittags wie abends: Von der Milch bis zum Fleisch kommen alle Produkte aus der Region. Auf der Karte stehen Kässpätzle mit Schwarzwälder Bergkäse (12,90 Euro), "Schnaigerle", das sind Schwarzwälder Tapas, mit Bierprobe (16,90 Euro), gebratene Lachsforelle (16,90 Euro) oder das "Black Forest Beef Brisket", geschmorte Brust vom Weiderind, eingelegt in Rothaus-Whisky und 15 Stunden gegart mit Rosmarin-Tannen-Pommes (16,90 Euro). Zum Nachtisch wird Schwarzwälder Kirschtorte (4 Euro) serviert.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserer Schwesterzeitung
ahgz.


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