Ausgehtipp Stuttgart

Erfolgreicher Griff nach den Sternen

Neu im Sterne-Club: Michael und Marianne Huppert.
Rainer Lang
Neu im Sterne-Club: Michael und Marianne Huppert.

(Nicht nur) zur Intergastra werfen wir einen Blick auf Stuttgarts vielfältige Gastronomie-Szene. Diesmal: Das Restaurant Hupperts ist seit 2019 Mitglied im erlesenen Kreis der Michelin-Sternen-Träger.

"Kommen und genießen" – mit diesem Motto hat das Restaurant Hupperts im Stuttgarter Westen seit fünf Jahren nicht nur immer mehr Gäste überzeugen können. 2019 haben auch die Tester des Guide Michelin das Konzept mit einem Stern gewürdigt. "Wir haben uns riesig gefreut und betrachten die Auszeichnung als wahnsinnige Ehre", sagt Marianne Huppert. Die gelernte Hotelfachfrau versichert, dass auch mit dem Stern alles so bleibt wie bisher.
Die Speisekarte ist bewusst minimalistisch mit einem täglich mit frischen und saisonalen Produkten neu zusammengestellten Menü. Die vier bis sechs Gänge mit Fisch, Fleisch, Käse und Dessert kosten zwischen 79 und 99 Euro.

Im Ochsen in Stetten gelernt

Michael Huppert ist für das kulinarische Angebot verantwortlich. Gearbeitet hat er unter anderem bei Sternekoch Bernd Bachofer in Waiblingen, in Graubünden in der Schweiz sowie im Sternerestaurant des Hotels Colombi in Freiburg. Huppert selbst repräsentiert die klassisch französische Küche, in der viel Wert gelegt wird auf das Ansetzen von Saucen und Fonds. Für Michael Huppert stehen die Produkte und die Aromen im Mittelpunkt.

Bei den Weinen liegt der Schwerpunkt auf der Region. Es kommen aber immer mehr europäische dazu. Als sich die Hupperts 2014 selbstständig machten, war ihnen klar, dass sie sich mit ihrer feinen Gourmetküche im kleinen, familiären Rahmen auf wirtschaftlich schwieriges Terrain begeben. Denn der Aufwand ist nicht nur bei der Verarbeitung der Produkte enorm hoch, sondern auch beim Anrichten.

Traditionsreicher Standort

Passende Räume haben sie im Stuttgarter Westen gefunden, wo zuvor das Sternelokal Breitenbach und das Gourmetrestaurant Berg ansässig waren. Beim Interior-Design des Lokals mit 24 Plätzen haben Hupperts nur die Vorhänge und die Lampen des Vorgängers ausgetauscht. Charakteristisch befindet sich nach wie vor die dunkle Holzvertäfelung an den Wänden. Angesichts der positiven Resonanz fühlt sich das Paar in seiner Entscheidung bestätigt. Inzwischen unterstützen sie ein Koch und eine Spülkraft in der Küche. Eine Servicekraft hilft beim Bedienen. Der Stern sorge für weiteren Schwung, so die Hupperts.

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserer Schwesterzeitung ahgz.

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