Backgastronomie

Das Verschwinden der SB-Bäcker

XXX
©
XXX

Wenn das eigene Geschäftsmodell kopiert wird und der Preiskampf aussichtslos ist, heißt es: Umdenken oder Untergehen. Back-Factory und Backwerk haben Ersteres gemacht und entwickeln sich stetig weiter. Back-Factory ist mit der neuen Shop-in-Shop-Lösung Upper Green am Start.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Mehr zur Evolution der einstigen SB-Bäcker Backwerk und Back-Factory hin zum Backgastronom lesen Sie in der Titelgeschichte der Februar-Ausgabe der foodservice.

Die Disruptoren von einst wären fast selbst überrollt worden. Beide Unternehmen orientierten sich daher radikal neu und veränderten Sortiment und Ladendesign gänzlich. Backwerk und Back-Factory haben damit in Deutschland eine neue Quickservice-Kategorie auf den Markt gebracht: den Backgastronom.

Experimentierfeld am Frankfurter Bahnhof

Im Januar 2020 hat Back-Factory den rund 365 Quadratmeter großen Standort mit rund 115 Sitzplätzen gegenüber dem Frankfurter Hauptbahnhof mit einem neuen Gastro-Konzept wiedereröffnet. 80 Quadratmeter Ladenfläche davon besetzt nun die Shop-in-Shop-Formel Upper Green mit warmen, frischen und hochwertigen Snacks im Lifestyle-Ambiente.

Die Gastro-Umsätze von Back-Factory steigen jährlich, zuletzt jedoch geringer als Anfang der Zehnerjahre.
©
Die Gastro-Umsätze von Back-Factory steigen jährlich, zuletzt jedoch geringer als Anfang der Zehnerjahre.

Das Food-Angebot soll eine Alternative zu Burger und Co. darstellen. Es gibt zur Tüte gerollte Fladenbrote, die mit Salat, gegrilltem Geflügel- oder Kalbfleisch oder rein vegetarisch mit Falafel gefüllt werden. Individualisieren lassen sich die Snacks mit Toppings wie karamellisierten Walnüssen, Gartenkresse, Hummus oder Granatapfelkernen und Saucen. Die Teigtaschen werden vor den Augen des Gastes frisch zubereitet, Fleisch wird für jede Bestellung extra gegrillt.

Tests mit Bedienung

"Geplant sind neben weiteren Shop-in-Shop-Standorten auch Stand-Alone-Stores in 1A-Lage, zum Beispiel in Fußgängerzonen und hochfrequenten Verkehrsknotenpunkten", erklärt Peter Gabler, Geschäftsführer von Back-Factory. Für 2020 sind Eröffnungen von Upper Green bereits in Planung.


Weitere Neuerung: In einem speziellen Sitzbereich werden die Gäste seit Anfang des Jahres im Frankfurter Store am Hauptbahnhof bedient und können aus einem breiteren Sortiment wählen. Einige der neuen Produkte lassen sich schlecht im SB-Regal präsentieren – wie Grillgemüse und Flammkuchen. Für den angebotenen Service muss das Personal aufgestockt und weitergebildet werden.

Upper Green: Neues Gastro-Konzept aus dem Hause Back-Factory



Eckdaten Back-Factory (Auswahl)
98 Standorte deutschlandweit (plus 2 Units im Harry-Brot-Werk)
Umsatzbandbreite 600.000 Euro bis 1,5 Millionen Euro pro Jahr und Standort (netto)
Umsatz 2019 90 Mio. Euro (netto)
40 Mio. Gäste pro Jahr
Inhaber Harry Brot
GF Peter Gabler


Mehr über die Transformation und die weiteren Pläne der Back-Gastronomen in der Titelgeschichte der Februar-Ausgabe der foodservice.

Kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.


stats