Bayern / Coronavirus

Bars und Kneipen dürfen wieder öffnen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf dem Weg zur Pressekonferenz.
imago images / Sammy Minkoff
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf dem Weg zur Pressekonferenz.

In Bayern dürfen ab dem 19. September Bars und Kneipen nach monatelanger Pause wieder öffnen. Das verkündete der bayerische Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung. Es gelten die gleichen Regeln wie für Gaststätten. Bei steigenden Infektionszahlen ist ein Alkoholverbot möglich.

Für die Schankwirtschaften gelten die gleichen Regeln wie für Speisewirtschaften im Freistaat. Dazu gehört auch ein Tanzverbot. Außerdem darf in geschlossenen Räumen nur Hintergrundmusik gespielt werden und die Bedienung muss am Tisch erfolgen. Weiterhin muss sich jede Person einzeln registrieren. Geschlossen bleiben Discotheken und Clubs. "Das könnten Infektionsbomben werden", sagte Söder. 

Mögliches Alkoholverbot

Eine Einschränkung gibt es zudem bei stark ansteigendem Infektionsgeschehen: Wird in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis laut Robert-Koch-Institut (RKI) der 7-Tages-Inzidenz-Frühwarnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten, kann in Speise- und Schankwirtschaften ab 23 Uhr ein Alkoholverbot durch die örtlichen Behörden verhängt werden.
Auch andere Einschränkungen sind in solchen Fällen denkbar, wie der Fall in Landshut vor wenigen Tagen zeigt: Weil die Zahl der Infizierten hier in einer Woche auf 41 pro 100.000 Einwohner stieg, beschränkte die Stadt die Größe zulässiger Gruppen in der Öffentlichkeit – und damit auch der Gastronomie – auf fünf statt zehn Personen.

Eine weitere Lockerung sieht das bayerische Kabinett für Kongresse vor. Im offiziellen Protokoll der Sitzung heißt es: "Im Kongresswesen kann ab 19. September 2020 bei festen oder zugewiesenen Sitzplätzen und Wahrung des Mindestabstands eine Person auf 10 Quadratmeter zugelassen werden."

Als weitere Einschränkung beschloss das bayerische Kabinett eine Maskenpflicht bei Versammlungen von mehr als 200 Teilnehmern auch im Freien.

Weitere Beschlüsse des Kabinetts sind im Protokoll nachzulesen.


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