Bayern Bankett Gastronomie

Neue Bankwirtschaft gestartet


Hell und modern wirkt die Bankwirtschaft in der Bayerischen Landesbank.
Burkart Schmid
Hell und modern wirkt die Bankwirtschaft in der Bayerischen Landesbank.

Das frisch umgebaute Betriebsrestaurant der Bayerischen Landesbank in München wirft erlernte Strukturen über Bord und setzt auf ein gastorientiertes, individualisiertes Angebotskonzept. Ein Beispiel für einen gelungenen Neustart.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Das Original ist in der Mai-Ausgabe der gv-praxis erschienen.

"Bankwirtschaft" steht in großen Buchstaben über der Glastür, die zum frisch renovierten Betriebsrestaurant der Bayerischen Landesbank in der Brienner Straße führt. Wer nicht explizit darauf achtet, kann den Schriftzug jedoch schnell übersehen. Understatement, das gewünscht ist und sich auch im neuen Design der „Bankwirtschaft“ fortsetzt. Möbel in dunklen Braun- und Grautönen, ein heller Holzboden und graue Filzdrucke mit Münchner Wahrzeichen an den Wänden bilden künftig den Hintergrund, vor dem die Mitarbeiter ihr Mittagessen oder Frühstück einnehmen können. Einzelne Sitzbereiche sind durch Raumtrenner mit Grünpflanzen abgetrennt.

„Wir wollten unseren Gästen ein modernes Restaurantambiente bieten, in dem sie Essen erleben können“, erklärt Dr. Stefan Hartmann, Geschäftsführer der Bayern Bankett Gastronomie GmbH, das Konzept. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank ist bereits seit Jahren für das leibliche Wohl der Mitarbeiter verantwortlich. Im Rahmen der Renovation, mit der das erfahrene Architekturbüro Clemens Bachmann Architekten CBA und die Ingenieurgruppe Walter IGW beauftragt wurden, waren auch Stefan Hartmann und sein Team in die Neukonzeptionierung der Betriebsgastronomie mit eingebunden. „Wir waren von Anfang mit am Tisch“, erzählt der gelernte Koch und promovierte Ökotrophologe vom Beginn der Planungen vor knapp zwei Jahren. „Und wir wurden angehört.“

Über Bayern Bankett
Die Bayern Bankett Gastronomie GmbH ist ein Anbieter von Systemgastronomie- und Catering-Dienstleistungen im Großraum München. Das Unternehmen betreibt Betriebsgastronomien, versorgt Kitas und Schulen, sowie Freizeit- und Seminarhäuser und bietet Caterings sowie Consulting-Leistungen an. Laut dem Eigenregie-Ranking der gv-praxis erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen zwei Betriebsrestaurants im vergangenen Jahr einen Umsatz von 16,7 Mio. Euro.

Der Gast im Zentrum

Für die Neugestaltung der „Bankwirtschaft“ schaute sich Hartmann verschiedene Konzepte an, darunter die Restauration bei Brainlab München und das BMW Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ). Das Ergebnis seiner Recherchen bezeichnet er als Spielwiese für die Erlebnisgastronomie. „Die Bankwirtschaft ist ein Restaurant und nicht nur Betriebsgastronomie. Hier steht der Gast im Mittelpunkt und nicht die Funktionalität“, erläutert er die Idee hinter dem Konzept. Ein weiteres wichtiges Grundprinzip ist die Individualisierung, die sich vor allem in der Präsentation der Gerichte zeigt. „Jeder Gast soll das Gefühl bekommen, dass sein Essen extra für ihn angerichtet wurde“, erklärt Hartmann.

Vier verschiedene Pavillons

Statt wie bisher auf eine klassische Linienführung setzt das Küchenteam auf eine in den Gastraum eingebundene Pavillonstruktur mit vier verschiedenen Countern. Jeder kochtechnisch autarke Pavillon steht unter einem anderen Thema. So gibt es am „Ofen“ von Pizza über Strudel bis zum Braten alles, was sich hier frisch zubereiten lässt. Im Themenpavillon „Garten“ steht täglich eine Salatbar mit verschiedenen Dressings und Toppings zur Verfügung, die durch ein zusätzliches Hauptgericht ergänzt wird. Um Lieblingsgerichte wie Schnitzel, Currywurst & Co dreht sich dagegen alles am Counter „Klassiker“. Wer es kulinarisch internationaler mag, kommt darüber hinaus im Pavillon „Weltreise“ auf seine Kosten. Hier werden unter anderem hausgemachte Pasta, asiatische und orientalische Gerichte angeboten.

Welche weiteren Änderungen das Team von Bayern Bankett in der Bankwirtschaft eingeführt hat, lesen gv-praxis-Abonnenten im Mai-Heft oder im E-Paper.

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