Benedict

Morgen rund um die Uhr

Die Kette Benedict kommt ursprünglich aus Israel. Die Grundidee: 24 Stunden an 7 Tagen geöffnet und auf der Karte stehen ausschließlich Frühstücksgerichte.
Benedict / Marcus Braumann
Die Kette Benedict kommt ursprünglich aus Israel. Die Grundidee: 24 Stunden an 7 Tagen geöffnet und auf der Karte stehen ausschließlich Frühstücksgerichte.

Frühstück, wann es dem Kunden gefällt – im Benedict in Berlin-Wilmersdorf ist immer Morgen. Jedenfalls in einem kulinarischen Sinne.

Dies ist ein Auszug aus einem Text, der in der Dezemberausgabe der foodservice erschienen ist.

Im Herbst 2016 hat das Benedict an der Uhland-Ecke Pariser Straße eröffnet. Damals war es die sechste Dependance eines erfolgreichen Konzepts aus Israel. Heute gibt es schon zehn Benedict-Filialen. Tendenz steigend. Das Alleinstellungsmerkmal: Die Läden haben 24 Stunden auf – und servieren die ganze Zeit über nichts anderes als Frühstück. Das allerdings ist so international wie umfangreich.

Auf der Berliner Karte stehen deutsches, englisches oder russisches Frühstück, Croque Madame und Avocado Bagels. Eine Hauptrolle spielen natürlich Eier. Originell sind die Egg Balls – runde Omelettes mit Spinat, Pilzen oder Shrimps. Die Eggs Benedict – der namensgebende Brunch-Klassiker, der vor über einem Jahrhundert in New York erfunden wurde – serviert man unter anderem mit Ham & Bacon, Lachs oder Rinderhack.

Unbegrenzt nachfüllbarer Brotkorb

Bei einzelnen Gerichten – wie der Shakshuka, einer nordafrikanischen Schmorpfanne mit Tomaten, Paprika und Eiern – kann man Würstchen und Feta für 1,50 Euro als Upgrade ordern. In den großen Frühstücken, die ab 15 Euro aufwärts kosten, ist ein Heißgetränk oder eine Mimosa (Sekt mit Fruchtsaft) inkludiert – und oft auch ein unbegrenzt nachfüllbarer Brotkorb.

Im Wesentlichen seien die Karten in allen Filialen gleich, erzählt Carola Bock. Sie ist die Restaurant-Managerin und schon seit der Eröffnung mit dabei. "In Israel sind sie sogar noch ein bisschen umfangreicher." In Berlin gibt es zusätzlich Specials, die alle drei Monate wechseln. "Das sind immer vier, fünf Gerichte mit einem Frühstückstwist, die unsere Köche hier entwickeln, plus ein Pancake."
Das Benedict in Zahlen
  • Plätze 90 drinnen, zusätzlich 12 an der Bar, 12 an einem Billard-Tisch, der zu einem Community-Table umgebaut werden kann. 30 Plätze draußen.
  • Gäste am Tag Ca. 500 von Montag bis Donnerstag, Freitag 600, Samstag, Sonntag 700 Gäste.
  • Durchschnittsbon 14 €. Tagsüber liegt er etwas höher, die Morgenschicht hat den höchsten Bon, Nachts ist er etwas niedriger.
  • Food/Beverage Etwa 70/30. In vielen Gerichten wie den Eggs Benedict ist ein Getränk, entweder ein Heißgetränk oder eine Mimosa – ein Sekt mit Fruchtsaft – enthalten.

Die sind ohnehin der große Hin-gucker im Benedict. Imposant aufgetürmt sind sie das perfekte und eifrig geteilte Instagram-Dish. Etwa wenn sie mit Erdbeeren und Pistazien kommen, der Sirup an den Seiten runtertropft und ein Löffel Schlagsahne das zuckersüße Kunstwerk krönt. Und das wird auch kultiviert: "Einmal im Monat machen wir einen Pancake Day", sagt Carola Bock. Da gibt’s eine besondere Variante – und zwar nur an diesem Tag. Entsprechend gehört er zu den umsatzstärksten Tagen.

Zweieinhalb Stunden Wartezeit

Wer in dem zeitgeistig eingerichteten Eckrestaurant frühstücken will – man sitzt in einem Ambiente aus Sichtbeton, Industriekacheln, Parkettboden, Tapeten mit Pflanzenmustern –, der muss schon ein bisschen Geduld mitbringen. Eine Stunde mindestens müsse man warten, wenn man am Wochenende am Vormittag vorbeikomme, sagt Carola Bock. Der Rekord sei einmal zweieinhalb Stunden Wartezeit gewesen. Denn auch wenn man 24 Stunden offen hat: Reservieren kann man erst ab 16 Uhr.

Benedict in Berlin: Frühstück zu jeder Tages- und Nachtzeit




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