Kursana | Berlin

Tod im Pflegeheim

Das Berliner Haus wurde abgeriegelt.
Kursana
Das Berliner Haus wurde abgeriegelt.

Nach dem rasanten Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim des privaten Betreibers Kursana (Dussmann-Gruppe) in Berlin-Lichtenberg ist die Zahl der Toten laut Gesundheitsverwaltung auf 15 gestiegen. In Deutschland betreibt Kursana 100 Einrichtungen.

Aktuell gibt es 30 infizierte Bewohner in der Einrichtung sowie 17 infizierte Mitarbeiter in Quarantäne. Kursana hat bisher keine neuen Zahlen zum Infektionsgeschehen in dem Haus veröffentlicht. Eine Sprecherin von Kursana zu FOOD SERVICE online: "Wir werden neue, gesicherte Zahlen kommunizieren, wenn wir die Ergebnisse dieser Volltestung vom Gesundheitsamt erhalten haben." Seit Oktober wütet in der Einrichtung das Coronavirus. Die Bewohner durften zunächst ihre Wohnbereiche nicht verlassen und mussten auf ihren Zimmern essen. Rund 100 Menschen lebten aktuell in der Einrichtung.

Erschreckende Dimension

Weiterhin ist unklar, warum es trotz Hygienevorgaben und Schutzkleidung zu einem Ausbruch dieses Ausmaßes gekommen ist.
 Ein Teil der Bewohner war bereits vor einigen Tagen verlegt worden. Rund ein Drittel der Menschen, die in Berlin seit Pandemiebeginn nach Corona-Infektionen starben, waren Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Das geht aus Daten der Gesundheitsverwaltung hervor. Insgesamt waren in Berlin seit Pandemiebeginn 183 stationäre Pflegeeinrichtungen von bestätigten Corona-Fällen (1021 Bewohner sowie 603 Mitarbeiter) betroffen.
Kursana
Kursana ist bundesweit einer der führenden privaten Dienstleister im Bereich der professionellen Altenpflege und -betreuung. In 116 Häusern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Estland und Italien betreuen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 13.600 Senioren. Gesamtumsatz 2019: 443 Millionen Euro.

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