Berliner Hauptbahnhof

Erster Pret-Store in Deutschland

Pret a Manger ist in Deutschland angekommen: das Konzept breitet sich am Berliner Hauptbahnhof auf 300 Quadratmetern aus.
Gretel Weiß
Pret a Manger ist in Deutschland angekommen: das Konzept breitet sich am Berliner Hauptbahnhof auf 300 Quadratmetern aus.

In Bestlage im Berliner Hautbahnhof eröffnete die neue Gastro-Fläche von Station Food. „Slowdown Fast Food auf Premium-Niveau“, so die Positionierung des Food Courts mit zehn Konzepten auf einer Gesamtfläche von 1.650 Quadratmetern, wovon 1.200 Quadratmeter Shops und Sitzflächen sind (Bildergalerie).

Gleich drei Systeme feierten hier ihren Deutschland-Start: die britische Kult-Marke 'Pret A Manger', ebenfalls von der Insel kommend 'Costa Coffee' sowie die Schweizer Asia-Kette 'Rice Up!'. Neu im Bahnhof ist auch der Marktstand von 'Curry 36' des legendären Curry-Wurst-Originals aus Berlin-Kreuzberg.

6,5 Millionen Euro Invest

Insgesamt wurden über 6,5 Millionen Euro investiert, die jährlichen Umsatzerwartungen liegen einiges über 10 Millionen Euro netto. Dies dürfte sehr realistisch sein, der Food Court präsentiert sich mit seinem breiten Konzept-Portfolio und schönem Sitzbereich sehr attraktiv. Die große Herausforderung gilt wie überall operativer Exzellenz. Täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet, werden hauptsächlich Reisende, Pendler und Mitarbeiter der umliegenden Firmen angesprochen.

Der Food-Court repräsentiert rund ein Viertel aller Gastro-Flächen im Hbf Berlin, er steht für 150 neue Arbeitsplätze. Mehr als zehn Jahre betrieb SSP an dieser Stelle ein Multi-Konzept, drei Mieter dieser Erstanlage sind auch jetzt wieder mit von der Partie: Burger King, Gosch Sylt und Kamps.

Deutschland-Premiere

Alle Foodservice-Formate liegen in der operativen Hand von Station Food, allein 'Curry 36', 'dean & david' sowie 'Rice up!' sind untervermietet. Am meisten fachliche Aufmerksamkeit dürfte die Deutschland-Premiere von 'Pret A Manger' auf sich ziehen. Das Konzept auf gut 300 Quadratmetern Fläche besitzt eine eigene Sitzzone inklusive einer Outdoor-Terrasse.

Pret aus London ist eine der allerfeinsten Foodservice-Adressen Europas. Die Marke brilliert Jahr für Jahr mit gesunden, leckeren Produktinnovationen, die auf bestehenden Flächen weit überdurchschnittliches Wachstum bringen. Im Tagesablauf hat Frühstück mit Mini-Mahlzeiten und Kaffee einen hohen Stellenwert. Und exakt dieses Profil wird nirgendwo nötiger gebraucht als in Pendler-starken Bahnhöfen.

Nebenbei: 'Pret A Manger' mit nahezu 1 Milliarde Pfund Systemumsatz wechselte kürzlich den Hauptgesellschafter. Neuer Inhaber ist die JAB-Holding und damit die deutsche Unternehmerfamilie Reimann. Kein Geheimnis: Der Transferpreis betrug umgerechnet 1,7 Milliarden Euro bei 530 Stores – hauptsächlich in England, Amerika und Hongkong. Und natürlich wünschen sich die neuen deutschen Besitzer, dass das britische Konzept hierzulande flott Fuß fasst, wächst und gedeiht.

2019 nach Köln

Jetzt zu Station Food: Die Gesellschaft wurde 2016 als Joint Venture von Deutsche Bahn Station & Service (51 %) und dem Münchener Verkehrsgastronomen Rubenbauer (49 %) gegründet. Geschäftsführer (Sprecher) ist Jürgen Maier (früher Stockheim Hamburg). Ziel ist es, DB-Liegenschaften gemeinsam konzeptionell zu entwickeln und operativ zu betreiben. Nach einem Pilotprojekt in Karlsruhe jetzt der neue Food-Court im Berliner Hauptbahnhof. 2019 soll eine größere Fläche im Kölner Hbf folgen.

Station Food: Neuer Food-Court im Berliner Hauptbahnhof




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