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Nutriscore macht das Rennen

Julia Klöckner stellt Nutri-Score vor.
BMEL/Janine Schmitz/photothek.net
Julia Klöckner stellt Nutri-Score vor.

Das farbige Logo Nutri-Score überzeugt die Verbraucher. Dieses Ergebnis ihrer Umfrage präsentierte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Auf Lebensmittelverpackungen soll das Label künftig Verbraucher in Deutschland über die enthaltenen Mengen an Zucker, Fett und Salz informieren.

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, teilte am Montag in Berlin mit, dass das System Nutri-Score in einer offiziellen Verbraucherbefragung am besten abgeschnitten habe.

In Frankreich wurde das System bereits vor einiger Zeit eingeführt. Es bezieht neben dem Gehalt von Zucker, Fett und Salz empfehlenswerte Bestandteile wie Proteine in eine Bewertung ein und reduziert die gesammelten Angaben in einem einfachen Buchstaben-System in fünf Stufen. Die Skala reicht von "A" auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes "C" bis zu einem roten "E" für die ungünstigste. Auf der Verpackung wird das zutreffende Feld im Logo hervorgeben. Eine ausführliche Erläuterung finden gv-praxis-Abonnenten im aktuellen Oktoberheft. Jetzt im E-Paper lesen . Laut Einschätzung unseres Experten Professor Dr. Volker Peinelt ist Nutri-Score für die Gastronomie nicht geeignet. Dies schlussfolgert er aus eigenen Untersuchungen.

1.600 Menschen hatten sich an der Befragung im Auftrag des Ministeriums seit Mitte Juli beteiligt. Zur Wahl standen vier verschiedene Kennzeichnungsmodelle. Aufgrund der Auswertung der Befragung will die Ministerin in Kürze eine Verordnung formulieren, die die in der EU verpflichtende Nährwerttabelle ergänzt. Sie listet in der Regel auf Packungsrückseiten Zucker-, Fett-, Salz- und Kalorienagaben auf.

Umfrage-Ergebnisss kurz gefasst

Auf die Frage, welches dieser Modelle in Deutschland eingeführt werden sollte, entschieden sich:

  • 57 Prozent für Nutri-Score
  • 28 Prozent für das MRI-Modell
  • 7 Prozent für Keyhole
  • 5 Prozent für das BLL-Modell
Testaufgaben zeigen, dass der Nutri-Score unter den vier untersuchten Modellen am besten verstanden wird:
  • Nutri-Score: 70 Prozent der Befragten konnten Testaufgaben zur Einordnung eines Lebensmittels vollständig richtig lösen
  • MRI-Modell: 60 Prozent 
  • Keyhole: 35 Prozent
  • BLL-Modell: 21 Prozent 




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