Brauerei / Nachhaltigkeit

BrewDog ist CO2-negativ

BrewDog investiert in die Nachhaltigkeit. Die Craft Beer-Brauerei aus Schottland entzieht der Atmosphäre mehr CO2 als sie emittiert.
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BrewDog investiert in die Nachhaltigkeit. Die Craft Beer-Brauerei aus Schottland entzieht der Atmosphäre mehr CO2 als sie emittiert.

Die 2007 in Schottland gegründete Craft Beer-Brauerei Brew Dog verkündete in dieser Woche, dass das Unternehmen nicht nur CO2-neutral sondern sogar CO2-negativ agiert. Sprich: Es wird mehr Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre entfernt als ausgestoßen – im Falle von Brewdog liegt der Wert des Entzugs von CO2 doppelt so hoch wie jener der Emissionen.

Um die CO2-Bilanz des Unternehmens umzukehren, hat BrewDog, das unter anderem auch in Berlin mit einer Brauerei und dem Restaurant TapDog aktiv ist, in den vergangenen Jahren unterschiedliche Projekte initiiert. Insgesamt 33 Mio. Euro flossen nach Unternehmensangaben in den grünen Wandel. 
 
So beziehen heute alle von BrewDog betriebenen Brauereien und Bars ausschließlich grüne Energie. Die Brauerei und das Restaurant DogTap in Berlin Mariendorf werden zum Beispiel von Greenpeace Energy versorgt. Treber, Rückstände aus dem Brauprozess, wandeln die Schotten in grünes Gas um, das unter anderem für die eigene Brauerei genutzt wird. Anaerobe Faulbehälter nutzt BrewDog direkt vor Ort, um Abwasser in sauberes Wasser umzuwandeln und lebensmitteltaugliches C02 zur Karbonisierung der Biere herzustellen. 
 
800 Hektar Fläche in den schottischen Highlands haben die BrewDog-Gründer James Watt (links) und Martin Dickie gekauft, um sie aufzuforsten.
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800 Hektar Fläche in den schottischen Highlands haben die BrewDog-Gründer James Watt (links) und Martin Dickie gekauft, um sie aufzuforsten.

Darüber hinaus investiert die Brauerei stark in die Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte. Um den Kohlendioxidausstoß durch lange Transportwege zu reduzieren bzw. vermeiden, wurde in den Aufbau lokaler Brauereien in Großbritannien, Deutschland, den USA und Australien investiert.
 

Eine Million Bäume für den BrewDog Forest

Neben den Investitionen von über 33 Mio. Euro in grüne Infrastruktur hat BrewDog eine über 800 Hektar große Fläche in den schottischen Highlands nördlich von Loch Lomond erworben, die nun aufgeforstet werden soll. In den nächsten vier Jahren werden dort eine Million Bäume gepflanzt. Das Land wird so zum "BrewDog Forest". Die Anlage des Waldgebietes fördere nicht nur die biologische Vielfalt und wirke natürlich gegen Überschwemmungen, sondern treibe auch die wirtschaftliche Entwicklung des ländlichen Raums voran. Neben der Pflanzung von Laubwäldern und der Wiederherstellung von Torfmooren wird es im BrewDog Forest auch einen nachhaltig bewirtschafteten Campingplatz geben. 
 
„Zu lange wurde zu viel geredet und zu wenig getan. Jetzt ist ein gewaltiger Wandel erforderlich, und wir wollen ein Katalysator für diesen Wandel in unserer Industrie und darüber hinaus sein. Wir sind weit davon entfernt, perfekt zu sein. Aber wir sind fest entschlossen, alles was nötig ist, rasch und grundlegend zu ändern. Die Politik hat sich angesichts dieser Krise als völlig unfähig erwiesen. Der Wandel, den unsere Welt und Gesellschaft braucht, muss von einer fortschrittlichen Wirtschaft ausgehen. Wir wollen hier eine klare Rolle übernehmen und Farbe bekennen“, betont James Watt, Mitgründer und Captain von BrewDog.

Zur Umsetzung des eigenen nachhaltigen Unternehmenswandels holte sich BrewDog mit Professor Mike Berners-Lee einen führenden Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit und des Carbon Footprinting an die Seite. 
 
Über BrewDog
BrewDog wurde 2007 gegründet – mit keiner geringeren Mission, als die Craft Beer-Welt zu revolutionieren. Den Anstoß zum Start der eigenen Brauerei gab nach Aussage der beiden Gründer, Martin Dickie und James Watt, die uninspirierte Bier-Szene Großbritanniens. Heute ist BrewDog Marktführer in Sachen Craft Beer und eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Großbritannien. BrewDog’s Punk IPA ist das Nummer 1 Craft Bier in Großbritannien. 
2010 fand die erste Investitionsrunde der Crowdfunding-Aktion Equity for Punks statt. Eine Initiative, bei der in fünf Runden inzwischen über 67 Mio. Britische Pfund gesammelt wurden – mehr als je in einer Online-Crowdfunding-Kampagne zuvor. Eine Gemeinschaft von über 130.000 Equity for Punk-Shareholdern ermöglicht es BrewDog zu wachsen, ohne sich oder seine Ideale ausverkaufen zu müssen. 
BrewDog exportiert inzwischen Biere in über 60 Länder und betreibt über 100 Bars weltweit sowie Brauereien in Ellon (Schottland), Columbus, Ohio (USA), in Berlin und in Brisbane (Australien). Für 2020 ist der Bau einer Brauerei in China geplant.

 
 

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