Bundesverband der Systemgastronomie (BdS)

Beteiligung an Strategie gegen Foodwaste

BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante.
BdS
BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante.

Der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS) unterstützt die "Nationale Strategie zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung" von Bundesministerin Julia Klöckner und bietet seine Mitarbeit an. Das erklärt der BdS in einer Mitteilung.

Gerade im Hinblick auf das in Deutschland jederzeit verfügbare, vielseitige Angebot an Lebensmitteln ist es umso entscheidender, sich bewusst zu machen, dass das für viele Menschen nicht an der Tagesordnung ist, schreibt der BdS. Deshalb ist es in vielerlei Hinsicht wichtig, die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln und vermeidbarem "Lebensmittelabfall" zu reduzieren. 

Strategien gegen Lebensmittelverschwendung


Laut BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante gehe die Systemgastronomie mit gutem Beispiel voran.  "So wurde Nordsee im Jahr 2018 von Frau Klöckner mit dem Bundespreis: ‚Zu gut für die Tonne‘ ausgezeichnet. McDonald’s veröffentlicht im jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht Zahlen zum Anfall von Lebensmittelresten in den Restaurants. Dabei blieb die Menge seit 2013 weitgehend stabil, was sicher auch auf entsprechende Reduktionsmaßnahmen zurückzuführen ist", erklärt Belegante.

"Auch die anderen BdS-Mitglieder haben große Anstrengungen – schon aus ökonomischem Eigeninteresse – unternommen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren oder diese gar nicht erst entstehen zu lassen", so Belegante weiter. Selbstverständlich ist aber weiteres Potential vorhanden: Wie viel Lebensmittelabfall fällt  überhaupt an? Was sind realistische und praktikable Ansätze, um der Herausforderung der Lebensmittelverschwendung in den Restaurants Herr zu werden? Mit Antworten auf diese Fragen und den im Strategiepapier adressierten Anknüpfungspunkten (z.B. rechtliche Aspekte, Möglichkeiten zur Essensmitnahme, etc.) will sich der BdS in die weiteren Gespräche aktiv einbringen.

Systemgastronomie hat den Vorteil der Standardisierung und Digitalisierung

"Allerdings gilt es auch deutlich zu machen, dass Gastronomie nicht gleich Gastronomie ist und aus unserer Sicht eine Differenzierung stattfinden muss. So sind bei unseren Mitgliedern, aufgrund der Standardisierung und Digitalisierung, oft sehr genaue Vorhersagen über das zu erwartende Gästeaufkommen an bestimmten Tagen oder Uhrzeiten möglich. Insbesondere, dass die Speisen in den Restaurants verstärkt auf Gästewunsch und nicht auf Halde zubereitet werden, trägt zu einem großen Maße dazu bei, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Es wird im weiteren Umsetzungsprozess wichtig sein, genaue Zieldefinitionen vorzunehmen, die Besonderheiten jedes Akteurs zu berücksichtigen und einen ganzheitlichen Ansatz – gemeinsam mit Erzeugern, Lieferanten und Verbrauchern – zu verfolgen", so Belegante abschließend. Die vorgestellte Strategie ist hierfür ein wichtiger erster Schritt.

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