BurritoRico

Bonner Start-up will durchstarten

BurritoRico

"Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und BurritoRico fit gemacht für die Expansion", sagt Tanh Dao, der die Burrito-Formel 2015 in Bonn mit seiner Schwester Tiffany und dem gemeinsamen Freund Richard Bancej gegründet hat. "Jetzt wollen wir in die Skalierung gehen." Das Trio ist in vielen deutschen Großstädten auf Standortsuche. 

Zwei BurritoRico-Restaurants gibt es derzeit: in Bonn und Köln. "Für uns war es besonders wichtig, ein System zu entwickeln, das wir sozusagen 'fernsteuern' können", so Tanh Dao. Mit Hilfe der Investoren Food Angels haben die Gründer, die schon in der Startup-Phase Unterstützung von TV-Koch Christian Rach erhielten, das Konzept in den letzte Jahren ausgiebig analysiert und optimiert, viele Prozesse digitalisiert. "Da alle Daten in der Cloud liegen, können wir jederzeit und von jedem Ort aus zu- und im Notfall eingreifen", erklärt Dao. 

Ursprünglich ein Selbstbedienungskonzept, hat man sich entschieden, abends neben Abräumern auch Runner in den Gastraum zu schicken, die die Gäste am Tisch zu Getränke- und Dessertbestellungen animieren sollen. "Wir haben errechnet, dass wir so bis zu 500 € mehr am Abend erlösen können". Auch ein Grab&Go-Sortiment soll das Umsatzvolumen der Stores in Zukunft weiter erhöhen. "Wir können schon auf Flächen ab 40 qm reine Take-away-Standorte realisieren und damit hoffentlich schnell wachsen", sagt Dao. Die Gründer können sich auch vorstellen, ihr Konzept auch an Verkehrs- und Shopping-Standorten installieren. 

BurritoRico: Burritos in Wohlfühl-Atmosphäre




Wie gut sich die Burritos zum Take-away und Liefern eignen, beweisen die sechsstelligen Erlöse, die BurritoRico im vergangenen Jahr über die Plattform foodora eingefahren hat. Beide Restaurants sind an den Lieferdienst angeschlossen. "Durch sinnvolle Produktanpassungen und -neuerungen wollen wir hier den Durchschnittsbon in Zukunft noch weiter steigern", verrät Dao.   

Viele für den Gast direkt sicht- und erlebbaren Elemente der Marke wurden ebenfalls überarbeitet und verschönert. "Zum Beispiel haben wir uns von der Alufolie als Verpackung für die Burritos getrennt und servieren sie nun in einer umweltfreundlichen Papierverpackung." Verabschieden wird man sich auch von der Bestellung der Speisen an der Theke. "Es hat sich herausgestellt, dass die Gäste oftmals unsicher sind in ihrer Auswahl, wenn sie die Gerichte selbst zusammenstellen müssen. Sie sind nicht immer sicher, was am besten zusammen schmeckt und auf die Empfehlung der Mitarbeiter angewiesen. Daher wollen wir dem Gast mit einer angepassten Speisekarte mehr Komfort bei der Auswahl bieten und den Bestellprozess vereinfachen. Wir sind außerdem wir sehr viel schneller, wenn wir die Burritos nicht im hinteren Sichtbereich rollen, während vorne an der Kasse schon der nächste Kunde beraten wird und bestellt."   
Die drei Gründer Richard Bancei, Tiffany Dao und Tanh Dao (v.l.)
BurritoRico
Die drei Gründer Richard Bancei, Tiffany Dao und Tanh Dao (v.l.)


Des Weiteren wurde ein kleines, spezifisches Cocktail-Sortiment mit mexikanischem Touch entwickelt, das vor allem abends die Verweildauer der Gäste erhöhen soll. 

BurritoRico Nummer 3 ist bereits in Planung, Näheres verrät Dao noch nicht. Nur so viel: "Unser Konzept ist jetzt so gut aufgestellt, dass wir mehrere Läden eröffnen können." Nachdem die Gründer die ersten beiden Restaurants noch in Eigenarbeit designt und ausgebaut haben, wurde nun ein unterstützendes Projektteam für die nächsten Stores hinzugezogen, die weiterhin alle einen individuellen Look haben sollen. "Burrito-Konzepte mit nettem Ambiente gibt es mittlerweile einige", sagt Tanh Dao. "Wir wollen uns nicht nur durch unser besonderes Interieur, sondern auch durch unser Produktangebot und vor allem die Top-Qualität der Produkte vom Wettbewerb abheben."

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