Campus Suite-Übernahme

Interview mit Dr. Stefan Tewes

Coffee Fellows-Gründer Stefan Tewes spricht im Interview über die Hintergründe der Übernahme von Campus Suite.
Thomas Fedra
Coffee Fellows-Gründer Stefan Tewes spricht im Interview über die Hintergründe der Übernahme von Campus Suite.

Seit dem 1. September 2019 hat Campus Suite neue Eigentümer. Die Marke wird jedoch weiterhin eigenständig geführt. Coffee Fellows-Gründer Dr. Stefan Tewes spricht mit Food-Service über den Kauf des norddeutschen Mitbewerbers.

Herr Tewes, wie kam es zur Übernahme?
Wir waren interessiert an Marke und System und sprachen Campus Suite-Gründer Frank Stebisch im Juni 2018 aktiv an und sind uns relativ schnell handelseinig geworden. 


Warum Campus Suite und die Zweimarken-Strategie?
Die Campus Suite hat ein geniales Food-Konzept, weshalb nun die Food-Entwicklung für beide Marken zu Campus Suite wandert. Außerdem können wir gemeinsam leichter expandieren. Campus Suite braucht keine Ecklage in Bestlage. An Unis, in Office-Gegenden und Kliniken bietet Campus Suite die passende Food- und Getränke-Versorgung zu guten Preisen. Die Gäste laufen gezielt zu den Shops in B-Lagen mit fairen und kleinen Mieten.

Welche Synergien werden genutzt?
Campus wird einige Food-Produkte auf Coffee Fellows übertragen und Frank Stebisch zukünftig die Entwicklung des Sortiments bei uns verantworten. Angefangen haben wir schon mit dem Angebot an frisch gepressten Säften in einigen Coffee Fellows-Standorten. Weiter geht es mit Bircher Müsli und in Düsseldorf testen wir Pasta. Großer Vorteil: Campus Suite braucht lediglich eine Vorbereitungsküche, Abzug und Fettabscheider sind nicht notwendig.  

Gibt es erste Expansionspläne?
Zehn neue Standorte unter der Flagge Campus Suite befinden sich bereits in der Pipeline, darunter auch Flächen in Mittelstädten. Erfolgreich ist das Konzept beispielsweise schon in Lübeck und Flensburg. Andere Kaffeebar-Marken sind in Städten dieser Größe bereits kläglich gescheitert.  Wir wollen das Pachtsystem auf Campus übertragen und damit selbst in die Expansion  investieren. Noch ist Campus sehr norddeutsch geprägt und wir wollen die Marke gemeinsam auch nach Süddeutschland bringen.


Was ändert sich für Coffee Fellows?
Wir sind bislang wenig in Norddeutschland vertreten und wollen uns auch regional ergänzen. 

Welche Ziele wurden vereinbart?
Wir haben keine konkrete Zahl an Neueröffnungen vereinbart. Vielleicht finden wir ja einen Master-Franchise-Nehmer. Aber so etwas kann man nicht planen, denn es muss schließlich auch ein guter Betreiber sein. Fest steht: Wir wollen gemeinsam stark wachsen.

Welches Potenzial sehen Sie für Campus Suite?
Wir glauben an ein ähnliches Expansionspotenzial wie bei Coffee Fellows. Campus Suite ist in Deutschland genauso penetrierbar. 

Stehen weitere Zukäufe auf dem Plan?
Derzeit sind keine Übernahmen geplant. Wir wollen zunächst mit diesem sehr ähnlichen, aber auch sehr differenzierten Konzept wachsen.



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