Care-Studie

Zentralisierung und Systeme im Kommen

Frisch gekocht ist nicht mehr selbstverständlich.
Wisag Facility Service
Frisch gekocht ist nicht mehr selbstverständlich.

Die Ergebnisse der repräsentativen Care-Studie vom Deutschen Krankenhausinstitut GmbH (DKI) und der K&P Consulting GmbH zeigen, dass sich der Wandel der Verpflegungslösungen kontinuierlich fortsetzt. Zwar kochen die meisten Krankenhäuser weiterhin in der selbst betriebenen Küche frisch vor Ort, aber sowohl die Zentralisierung als auch der Einsatz industrieller Speisenproduktion nimmt stetig zu. Für die Studie wurden 1.300 Allgemeinkrankenhäuser angeschrieben.

Hostessen entlasten heute die Pflegekräfte zunehmend davon, die Speisewünsche aufzunehmen und Mahlzeiten und Getränke zu servieren. Dezentrale Verpflegungskonzepte, bei denen der Patient seine Speisen direkt am Bett wählen kann, gewinnen an Bedeutung. Im Ergebnis führen diese Maßnahmen zu einer deutlichen Anhebung der Servicequalität für die Patienten.

Wirtschaftlich haben insbesondere steigende Personalkosten zu einer Steigerung der Verpflegungskosten pro Patient und Tag geführt. Im Mittel liegt der Beköstigungstag bei den 378 teilnehmenden Krankenhäusern bei rund 14,02 Euro. 

Die Care-Studie 2019 hat nicht die Qualität des Essens in den deutschen Krankenhäusern untersucht oder bewertet. Sie fokussiert vielmehr und ausschließlich organisatorische, ökonomische und strategische Fragen der Krankenhausverpflegung. Die Studie weist Warenkosten von 5,14 Euro pro Patient und Tag aus. Nur wenn man die Inflation seit 2005 abzieht, ergibt sich für 2018 eine Reduktion des Warenwertes um 9 Prozent. Nach den Analysen ist die Kostenreduzierung insbesondere auf einen günstigeren Einkauf infolge der Zentralisierung von Küchen sowie eine bessere digital unterstützte Steuerung der Bestell- und Produktionsprozesse zurückzuführen.

Wandel ist sichtbar

Der Wandel in der Krankenhausversorgung ist auch für die K&P Consulting GmbH im Beratungsalltag deutlich spürbar. „Der hohe Investitionsstau und der hohe Wettbewerb der im Mittel inzwischen 29 Jahre alten Küchen werden den Druck für Systementscheidungen weiter forcieren.“ stellt Ekkehart Lehmann, Geschäftsführer der K&P Consulting GmbH, fest.

„Jedes Haus steht jedoch vor einer anderen Ausgangslage. Daher gilt es die individuellen Rahmenbedingungen jedes Hauses differenziert zu analysieren, um anschließend ein passgenaues Zukunftskonzept zu entwickeln. So haben auch heute noch konventionelle Frischküchen ebenso ihre Daseinsberechtigung wie industriell geprägte Verteilerküchenlösungen“.
Über K & P Conszulting
Die K&P Consulting GmbH ist eines der führenden, unabhängigen Unternehmen für Beratung und Planung in der Krankenhausversorgung. Gemeinsam mit ihren Kunden entwickelt die K&P Gruppe neue Verpflegungskonzepte und löst bestehende Herausforderungen.


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