Casino Messe München

Geplante Effizienz, doppelte Kapazität

Die Frontcooking-Station ist nur eine von vielen Verbesserungen.
F & B Promotion
Die Frontcooking-Station ist nur eine von vielen Verbesserungen.

Wie man das kulinarische Angebot hochschraubt und Pausenatmosphäre sowie Arbeitsbedingungen verbessert, ohne einen Quadratmeter mehr Fläche zu beanspruchen, kann man im generalüberholten Casino der Messe München begutachten.

Wo sich die täglichen Essenszahlen über die Jahre mehr als verdoppelt haben, braucht das Gesamt-Konzept ein Update. Da der Raum nicht einfach wachsen konnte, musste er künftig maximal effizient genutzt werden. Die Aufgabe: 700 Essen müssen in zwei Stunden über die Bühne gehen können. Jeder Platz wird fünfmal besetzt. Die Mittagspause im Casino soll zu einem Highlight des Tages werden. Eine Herausforderung.

Ähnlich sportlich die Terminvorgabe: Nachdem das Büro F & B Promotion Beraten und Planen den Auftrag für Küchenplanung und Hochbau im März erhalten hatte, sollten Ausschreibung und Vergabe der Gewerke bereits bis Juli abgeschlossen sein. Der Umbau erfolgte von August bis November 2017. Umfang: Fußböden, Küchentechnik, Decken, Wände, und der Free-Flow-Bereich.

Casino Messe München: Kapazitäten nach Umbau verdoppelt


"Das Betriebsrestaurant ging erstmals im Jahr 2000 in Betrieb. Damals mit rund 150 Essen pro Tag. Diesem Stand entsprachen Ausstattung und Technik qualitativ und quantitativ", erinnert sich F & B-Mitinhaber Jörn Utendörffer. Lediglich einige Küchengeräte waren jüngeren Datums.

Eines der neuen Highlights des Restaurants: Die Short-Order-Kitchen. Wo zuvor Desserts und Obst viel Thekenplatz beanspruchten, sorgt heute die zeitgemäße Front-Cooking-Station mit Grill-Option für signifikant höhere Kapazitäten und mehr Lifestyle-Angebot. Seit der Neueröffnung bereitet das Küchenteam hier zum Beispiel "Brotzeit Bowls" mit Wildkräutersalat, Semmelknödel und Käsewürfeln vor den Augen der Gäste zu – mit Halloumi-Käse als optionalem Topping. Mit der Station wurden die Kapazitäten der Hauptmahlzeiten deutlich erhöht. Desserts und Mitnahmeprodukte sind in Glasvitrinen umgezogen, die die Ausgabe vom Speiseraum trennen.

Pausen zum Durchatmen

Im Gastraum sorgen moderne Pendelleuchten für entspannte Augen. Hängende Gärten verbessern Luft und Atmosphäre. Die hellen Einbauten an den Tablettausgaben und den Theken tun ihr Übriges. Niedriger als zuvor stehen die Rollwagen für die Tablettrückgabe nun in einzelnen Einstellnischen. Sie dienen als Raumteiler zwischen dem Zugang zur Free-Flow-Ausgabe und dem Speiseraum, lassen mehr Luftraum für den weiten Blick. Zudem sind die Rollwagen leicht zu erreichen und stören nicht die Optik: Drei getrennt platzierte Rückgabestationen mit je zwei Rollwagen vermeiden lange Wege mit den Tabletts und Warteschlangen.

Wie die Arbeitsbedingungen in der offenen Küche, Lüftung und Energieeffizienz auf den neuesten Stand gebracht wurden, lesen gv-praxis-Abonnenten im Novemberheft oder im E-Paper.



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