Corona-Krise

Freizeitparks bangen um Existenz

Die Corona-Krise könnte für rund 40 Prozent der Freizeitparks in Deutschland das Aus bedeuten, schätzt der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen.
imago images / Alex Halada
Die Corona-Krise könnte für rund 40 Prozent der Freizeitparks in Deutschland das Aus bedeuten, schätzt der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus sind in Deutschland derzeit sämtliche Freizeitparks geschlossen. Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU)  befürchtet nun, dass diese Durststrecke für rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten könnte.

In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur berichtet Jürgen Gevers, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU), dass auch die Freizeitparks in Deutschland massiv unter dem aktuellen Lockdown leiden.
So sagt er, dass die Mitglieder des Verbands "akute Probleme mit der Finanzierung" hätten. Die Sofortmittel der Regierung würden nicht ausreichen. Banken forderten eine hundertprozentige Sicherheit, die es nicht gebe. Nicht absehbar sei auch, wie sich die Nachfrage entwickle, wenn die Parks wieder öffnen, heißt es weiter.

150.000 Arbeitsplätze

Sollten die Parks auch in den anstehenden Sommerferien geschlossen bleiben, könnte dies laut Jürgen Gevers für "rund 40 Prozent der Parks das Aus bedeuten." Etwa 150.000 Arbeitsplätze seien in Deutschland mit der Branche verknüpft. Zwar sei man auch der Meinung, dass Gesundheit über Wirtschaft stehe - doch wo ein Freizeitpark schließe, mache nicht so schnell ein anderer auf.

Laut Gevers seien Schutzmaßnahmen in den Freizeitparks relativ gut einzuhalten: "Die Betreiber haben Hausrecht und können entscheiden, dass man nur mit Mundschutz reinkommt", sagte er der dpa. Er schlägt zudem vor, dass an den Eingängen die Zahl der Besucher reguliert werden könnte.

Europa-Park

Der Europa-Park in Rust gilt als der meistfrequentierte Freizeitpark in Deutschland. Der Park zeigt sich derzeit frohen Mutes: "Wir begrüßen ausdrücklich die am 15.04.2020 von der Bundesregierung Deutschland angekündigten, bundesweiten Lockerungen der Corona-Maßnahmen und sind zuversichtlich, in naher Zukunft im Einklang mit den behördlichen Vorgaben unseren Betrieb wieder aufnehmen zu können."

Phantasialand

Das Phantasialand in Brühl kommentiert die aktuelle Situation auf seiner Homepage wie folgt: "Wir alle erleben gerade, wie rasant die Lage sich hierzu verändert und neu entwickelt. Das macht auch die Beurteilung der Lage im Phantasialand sehr dynamisch. Bei allen Entscheidungen und Überlegungen hat dabei die Sicherheit unserer Gäste und unserer Mitarbeiter in unserem Familienunternehmen immer die höchste Priorität." Man stehe im engen Kontakt mit den Behörden und sei im ständigen Austausch zu weiteren Schritten.


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