Corona-Überbrückungshilfe / Phase 2

Förderung auch für Investitionen

Zu den förderfähigen Kosten zählen nun auch investive Maßnahmen wie Luftfilteranlagen und Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche, beispielsweise Heizpilze.
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Zu den förderfähigen Kosten zählen nun auch investive Maßnahmen wie Luftfilteranlagen und Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche, beispielsweise Heizpilze.

Das Bundesprogramm „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ (Überbrückungshilfe) geht in die zweite Phase. Sie umfasst den Förderzeitraum September bis Dezember 2020. Anträge können ab sofort und bis Jahresende gestellt werden. Das Spektrum der förderfähigen Kosten wurde erweitert.

Die Antragsstellung läuft wie bei Phase I der Überbrückungshilfe über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, vereidigter Buchprüfer). Anträge können ausschließlich online auf der bundesweiten Antragsplattform gestellt werden.
 
Ausführliche Antworten auf viele Fragen gibt es zudem auf einer gemeinschaftlichen Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums sowie des Bundesfinanzminsteriums. Sie sind als Hintergrundinformationen für antragsberechtigte Unternehmen beziehungsweise Steuerberater gedacht.

Fördermittel auch für Luftreiniger

Der Bund hat für die zweite Phase der Überbrückungshilfe die Förderbedingungen an einer entscheidenden Stelle überarbeitet. Grundsätzlich ist es möglich, entstandene Fixkosten, die vor dem 1. September 2020 begründet worden sind, anteilig zu fördern.
 
Der Bund sieht nun neben Fixkosten ausdrücklich auch weitere Kosten vor. Zur Berücksichtigung der besonderen Corona-Situation werden unter Ziffer 6 der förderfähigen Kosten (Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen) auch Hygienemaßnahmen berücksichtigt, die nicht vor dem 1. September 2020 begründet sind.
 
Dazu zählen investive Maßnahmen hinsichtlich Luftfilteranlagen und Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in Außenbereiche (etwa Heizpilze). Damit ist auch eine Förderung von Investitionen in mobile Luftreiniger möglich.

Wer kann Hilfe beantragen?

Überbrückungshilfe II können alle Unternehmen beantragen, die entweder im Zeitraum April bis August einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 30 Prozent oder die in zwei zusammenhängenden Monaten innerhalb dieses Zeitraums einen Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent hinnehmen mussten.
 
Unternehmen, die aufgrund der starken saisonalen Schwankung ihres Geschäfts im Zeitraum April bis August 2019 weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.
 
Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von:
  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • 60 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent und unter 50 Prozent
  • im Leistungsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.
 
Eine Inanspruchnahme der ersten Phase der Überbrückungshilfe und/ oder der Soforthilfe schließt die Inanspruchnahme der zweiten Phase der Überbrückungshilfe nicht aus.
Dieser Text erschien zuerst auf der Seite unserer Schwesterzeitung ahgz.de.
 


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