Corona Warn-App

Offizielle Warn-App mit Check-In-Funktion

Luca und Corona-Warn-App. Letztere ist für Veranstalter eher bedingt geeignet.
IMAGO / MiS
Luca und Corona-Warn-App. Letztere ist für Veranstalter eher bedingt geeignet.

Die Corona-Warn-App des Bundes ermöglicht seit dem aktuellen Update nun den Check-In zu Veranstaltungen, Geschäften oder Restaurants. Dabei ist sie datensparsamer als etwa die Luca-App des Start-ups Nexenio. Genau deswegen dürfte Sie für viele Gastronomen keine Option sein.

Die grundsätzliche Funktionsweise in den beiden Apps ist ähnlich: Veranstalter oder Gastgeber generieren mit der App einen QR-Code, den Besucher scannen und sich somit einchecken. Wird später ein Gast positiv getestet und gibt dies in der Corona-Warn-App des Bundes an, wird das in der Risikoberechnung aller anderen registrierten Besucherinnen und Besucher einberechnet. Wenn ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird, erhalten sie eine Warnung. Entscheidend dafür ist, ob sie sich zur gleichen Zeit oder bis zu 30 Minuten nach der infizierten Person im gleichen Raum aufgehalten haben.

Der Unterschied zu Check-in-Apps wie der Luca-App: Alle Daten und Übermittlungen in der Corona Warn-App sind pseudonym und können einzelnen Personen nicht zugeordnet werden. Das ist aus Sicht von Datenschützern der zu bevorzugende Ansatz, ermöglicht aber nicht eine automatische Übermittlung etwa von Namen und Telefonnummer zur Kontaktnachverfolgung von möglicherweise Infizierten an die Gesundheitsämter. Bei der Luca App dagegen müssen sich Nutzer mit Namen und Telefonnummer registrieren. War ein Gast dann etwa am selben Ort wie ein Infizierter, werden die Daten automatisch an (teilnehmende) Gesundheitsämter übermittelt.

Gewarnt werden die Nutzer zwar auch mit der Corona-Warn-App des Bundes, die Gesundheitsämter können aber nicht nachvollziehen, auf welcher Veranstaltung oder an welchem Ort sich jemand infiziert hat. Genau das aber aber fordern die Bundesländern von Veranstaltern, wie etwa Gastronomen. Diese müssten daher parallel weiter Kontaktlisten pflegen – ob per App oder auf Papier. Der Einsatz der Check-In-Funktion der Corona-Warn-App ist daher eher für den privaten Bereich vorgesehen, schreibt etwa Spiegel Online.



Sie möchten Aktuelles zum Thema "Coronavirus und die Gastro-Branche" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Coronavirus und die Gastro-Branche"-Dossier.
Themen:
Corona Warn-App
stats