Coronakrise / Bayern

Außengastronomie soll ab 18. Mai öffnen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt Fahrplan für Restaurant-Öffnungen bekannt.
imago images / Sven Simon
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt Fahrplan für Restaurant-Öffnungen bekannt.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sagt: "Corona ist unter Kontrolle". Demnach soll die Außengastronomie in dem Bundesland ab dem 18. Mai wieder möglich sein. Die Öffnung der Speiselokale folgt eine Woche später. Zur Situation in Betriebsrestaurants oder Mensen machte Söder keine gesonderten Angaben.

Wie Markus Söder in einer Pressekonferenz mitteilte, wird das Bundesland die strikten Kontaktbeschränkungen lockern. Der Plan sei mit Bund und Nachbar-Bundesländern abgesprochen, so Söder. Nicht nur Besuche innerhalb von Familien sollen ab diesem Mittwoch erlaubt werden, auch gibt er der Gastronomie eine Perspektive. Hier soll die Außen- vor der Innengastronomie öffnen. Man mache alles in Stufen, sagte Söder. Zudem sehen die bayrischen Pläne eine spätere Öffnung als Niedersachsen vor, das den 11. Mai anstrebt.
So gilt folgender Fahrplan gemäß dem "Bayern-Plan" (Söder):
  • Ab dem 18. Mai soll Außengastronomie wieder möglich sein – bis 20 Uhr
  • Ab dem 25. Mai können Speiselokale – unter strengen Hygienevorschriften – wieder bis 22 Uhr öffnen
  • Ab dem 30. Mai sollen Hotels und andere touristische Angebote wie Ferienwohnungen oder Campingplätze wieder öffnen dürfen
Die Öffnung der Gastronomie erfolgt mit strengen Auflagen. Die Speiselokale sollen zunächst mit begrenzter Gästezahl öffnen dürfen, dazu soll ein Tischabstand von mindestens zwei Meter eingerichtet werden. Tische für Familienverbunde dürfen eingerichtet werden, Besteck und Gläser müssen besonders desinfiziert werden. Darüber hinaus gilt für Küche und Service eine Maskenpflicht, Gäste müssen bis zur Platzeinnahme und beim Gang zur Toilette Masken tragen. Zudem sollen laut einer Mitteilung der Staatskanzlei die Betriebe Hygiene-Konzepte entwickeln und sicherstellen, dass Abstände eingehalten werden, etwa durch getrennte Ein- und Ausgänge oder eine Reservierungspflicht.

Das bayrische Wirtschaftsministerium solle gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und dem Beauftragten für Bürokratieabbau ein Konzept für die weiteren Schritte in Bezug auf die Gastronomie, die Hotellerie und den Tourismus erarbeiten.

Laut dem CSU-Politiker sei Corona zumindest in Bayern unter Kontrolle, allerdings sei der Schutz der Gesundheit nach wie vor oberstes Gebot. Am morgigen Mittwoch tagen Bund und Länder unter Vorsitz der Bundeskanzlerin Angela Merkel, um das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu besprechen.

Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern, sagt: "Ein großer Wermutstropfen ist es, dass manche Betriebstypen noch keinerlei Perspektive eröffnet bekommen haben und in Hotels Wellnessbereiche nicht im ersten Schritt geöffnet werden dürfen. Aber wir sind im Dialog mit dem Gesundheitsministerium, dem Wirtschaftsministerium und dem Entbürokratisierungsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung. Wir sind zuversichtlich, dass wir dies gemeinschaftlich zu einem guten Ergebnis führen können. Denn wir haben das Konzept der "atmenden Strategie" so verstanden", erläutert Inselkammer, "dass es nicht nur in eine Richtung gilt."

Söder habe betont, dass bei ansteigenden Infektionszahlen Lockerungsmaßnahmen auch wieder zurückgenommen werden können. "Genauso muss aber auch ein schnelleres Öffnen von derzeit noch nicht angesprochenen Bereichen und Betriebstypen möglich sein, wenn die Infektionszahlen stabil bleiben oder gar rückläufig sind", so Inselkammer.


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