Coronakrise / Konjunkturpaket

Mehrwertsteuer geht runter

Geringere Mehrwertsteuersätze sollen vor allem auch der Gastro-Branche in Deutschland helfen. Die Senkung tritt ab heute in Kraft.
imago images / Jens Schicke
Geringere Mehrwertsteuersätze sollen vor allem auch der Gastro-Branche in Deutschland helfen. Die Senkung tritt ab heute in Kraft.

Mit dem just verabschiedeten Konjunkturpaket will die Regierung die deutsche Wirtschaft schnell wieder auf die Beine bringen. Zu den unterstützenden Maßnahmen gehört auch eine geringere Mehrwertsteuer, die ab jetzt in Kraft tritt. Sie wird vorübergehend bis 31. Dezember gesenkt, von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent im reduzierten Satz.

Für Gastronomen gibt es zudem noch eine weitere Mehrwertsteuer-Senkung, die die Bundesregierung bereits im April beschlossen hatte: Eine auf ein Jahr befristete Mehrwertsteuer-Reduzierung für Speisen in der Gastronomie sowie in der Hotelgastro. Getränke sind von dieser Steuersenkung jedoch ausgenommen.
Konkret bedeuten die beiden Senkungen folgende zeitweise Steuersätze für die Gastronomie:
  • Speisen: Ab 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 Senkung von 19 auf 5 Prozent und ab 1. Januar bis 30. Juli 2021 dann 7 Prozent. Diese Regelung gilt auch für die Verpflegung bei Veranstaltungen.
  • Getränke: Vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 Senkung von 19 auf 16  Prozent und ab dem 1. Januar 2021 gelten dann wieder 19 Prozent.
Der Dehoga Bayern weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es nach wie vor keine Aussage seitens des Bundesfinanzministeriums gebe, wie die Regelung hinsichtlich des Hotelfrühstücks aussehen soll.

Der Verband erinnert seine Mitglieder zudem daran, dass sich die Mehrwertsteuer zum Beispiel auch bei Daueraufträgen wie Pacht- oder Leasingverträgen reduziere und man diese Beiträge entsprechend verringern solle.

Dieser Text erschien zuerst in unserer Schwesterpublikation ahgz.


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