Coronakrise | Lockdown

Verzögerung der Novemberhilfen

Das notleidende Gastgewerbe wartet dringend auf die schnelle Auszahlung der zugesagten staatlichen November-Hilfen.
imago images / Chris Emil Janßen
Das notleidende Gastgewerbe wartet dringend auf die schnelle Auszahlung der zugesagten staatlichen November-Hilfen.

Die volle Auszahlung der Novemberhilfen stockt weiterhin. Anders als zugesagt stand die Software des zuständigen Dienstleisters den Betrieben nicht ab dem 10. Januar zur Verfügung.

Der Dienstleister des Bundes konnte seine Probleme nicht beheben, obwohl es die Bundesregierung kürzlich noch anders zugesagt hatte. Das berichtet die Zeitung Die Welt. Bis zum frühen Montagabend liefen immer noch die Tests an den Schnittstellen, wie das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage der Zeitung mitteilte.

Das Gastgewerbe ist stark von der Coronakrise gebeutelt. Seit dem Start des Lockdown lights im November haben die Betriebe bisher nur Abschläge von den zugesagten Novemberhilfen als Entschädiung für die Ausfälle erhalten. Sie betrugen maximal 50.000 Euro. Auch die Auszahlung der versprochenen Dezemberhilfen ist noch nicht gestartet worden.

Warnung vor Pleitewelle

Der Dehoga warnt vor einer großen Pleitewelle und dringt auf eine schnelle Auszahlung sowie auf "überfällige Korrekturen der Hilfsprogramme". Nach einer aktuellen Branchenumfrage bangen drei Viertel der Gastronomen und Hoteliers um ihre Existenz (75,5 Prozent). Jeder vierte Unternehmer (24,9 Prozent) zieht konkret die Betriebsaufgabe in Erwägung. An der Umfrage des Dehoga Bundesverbandes zur wirtschaftlichen Lage im Gastgewerbe beteiligten sich in der Zeit vom 4. bis 10. Januar rund 12.000 Betriebe. Nach dem Corona-Jahr 2020 seien die Konten leer, obwohl hohe Kosten weiterliefen, so der Verband.
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