Coronakrise

2G-Regel in Bayern ist beschlossene Sache

Markus Söder stellt die neuen Corona-Maßnahmen in Bayern vor.
IMAGO / Sven Simon
Markus Söder stellt die neuen Corona-Maßnahmen in Bayern vor.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen und der schwierigen Lage auf den Intensivstationen verschärft Bayerns Landesregierung die Anti-Corona-Maßnahmen.

"So ernst wie jetzt war es noch nie", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereits am Freitag in München. „Die aktuelle Lage ist höchstdramatisch“, so Holetschek weiter. „Nur mit konsequenten Zutrittsbeschränkungen wie 2G kann es uns gelingen, unser Gesundheitssystem vor einer noch dramatischeren Belastung zu schützen.“

Konkrete Schritte ab dem 16. November werden folgen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im Vorfeld einer Klausursitzung seines Kabinetts ankündigte. Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werde entsprechend angepasst.

Von Dienstag an soll 2G bei Veranstaltungen sowie in Gastronomie und Hotellerie gelten. Zudem soll in den 2G-Bereichen Maskenpflicht herrschen. Für Clubs und Diskotheken sei 2G-plus vorgesehen, es wäre also zusätzlich ein Schnelltest notwendig.

Andere Bundesländer werden ihre Anti-Corona-Maßnahmen ebenfalls verschärfen, etwa Brandenburg, wo bereits ab Montag ebenfalls die 2G-Regel gelten soll.

Homeoffice-Pflicht in Unternehmen kommt wieder

Auch die Bundesregierung will nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegels die bisher vorgesehenen Corona-Maßnahmen deutlich strenger gestalten. So werde im überarbeiteten Infektionsschutzgesetz nun auch eine 2G-Plus-Regelung für Veranstaltungen aufgenommen, berichtete die Zeitung. Geplant sind auch die 3G-Regel am Arbeitsplatz und die Pflicht zur Offenlegung des Impfstatus. Wer nicht geimpft oder genesen sei, brauche täglich einen negativen Corona-Test. Die Homeoffice-Pflicht in Unternehmen soll wieder eingeführt werden.

Zu harten Maßnahmen greift Bayerns Nachbarland Österreich: Im Kampf gegen Corona gilt dort ab Montag ein Lockdown für Ungeimpfte. Das haben Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und die Regierungschefs der Länder beschlossen. Mit der Regel dürften Ungeimpfte nur noch aus dringenden Gründen das Haus oder die Wohnung verlassen - etwa um Lebensmittel einzukaufen oder zur Arbeit zu gehen. Sie sind damit vom öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen.

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