Coronavirus

Dehoga fordert staatliche Unterstützung

Guido Zöllick fordert staatliche Hilfe für die vom Coronavirus betroffenen Betriebe.
Svea Pietschmann
Guido Zöllick fordert staatliche Hilfe für die vom Coronavirus betroffenen Betriebe.

Das Coronavirus trifft auch die deutsche Gastronomie und Hotellerie. Viele Hoteliers beklagen aktuell große Verluste durch Stornierungen, Eventcaterern und Restaurants fehlen die sonst auftauchenden Messegäste. Jetzt schaltet sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ein und fordert politische Unterstützung für die Branche.

"Insbesondere die Absagen von großen internationalen Messen in Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Berlin führen zu fatalen Kettenreaktionen", erklärt Guido Zöllick, Präsident des Dehoga Bundesverbandes. Nicht nur die Hotels seien betroffen, sondern auch die Eventcaterer und Restaurants, die traditionell viele Messebesucher bewirten. "Die Situation hat sich leider deutlich verschärft", mahnt Zöllick.

Im Laufe der Woche will der Dehoga eine Erhebung starten, um die Lage der Branche fundiert und seriös beurteilten zu können. "Erste Rückmeldungen aus den Betrieben zeigen allerdings bereits jetzt, dass Hotelgesellschaften und Eventgastronomen Einbußen im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich zu verkraften haben", sagt der Dehoga-Präsident.

Vor dem Hintergrund der steigenden immensen Belastungen erwartet die Branche auch politische Unterstützung. "Jetzt kommt es darauf an, dass die Bundesregierung effektive Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen verabredet, die schnell und unbürokratisch wirken", fordert Guido Zöllick. Dazu zählt der Verband auch steuerliche Entlastungen der gastgewerblichen Betriebe, die mittel- und langfristig wirken.

Für Gastronomen und Hoteliers hat der Verband darüber hinaus ein Merkblatt mit wichtigen Informationen zum Coronavirus zusammengestellt. Neben präventiven Hygienevorschriften behandelt der Dehoga darin auch rechtliche Fragen.

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