Coronavirus

Delivery ohne physischen Kontakt

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, setzen Delivery-Anbieter weltweit auf verringerten Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden.
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Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, setzen Delivery-Anbieter weltweit auf verringerten Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden.

Im Zuge der Coronavirus-Krise ändern die Delivery-Anbieter ihre Lieferbedingungen. Statt auf Kundenkontakt setzen die Unternehmen nun auf die konktaktlose Zustellung von Bestellungen.

Der deutsche Marktführer Lieferando setzt ab sofort auf Essenslieferungen ohne physischen Kontakt zwischen Fahrern und Kunden. Wie der niederländische Mutterkonzern Takeaway.com mitteilte sind alle Kuriere angehalten, bei den Kunden zu klingeln und das Essen vor der Tür abzustellen. Diese Maßnahme wird europaweit umgesetzt. Mit zusätzlichen Hygieneschulungen und der Verteilung von Desinfektionsmittel unterstützt das Unternehmen seine Mitarbeiter darüber hinaus.
Über Takeaway.com
  • Heimatmarkt Niederlande
  • Länder mit Marktführerschaft (eigene Angaben) Niederlande, Deutschland, Belgien, Polen, Österreich, Israel, Bulgarien
  • Weitere Ländermärkte Schweiz, Rumänien, Portugal, Luxemburg
  • Bestellungen 2019: Niederlande 38,0 Mio. (+16 % zu Vj.), Deutschland 69,5 Mio. (+113 %); insgesamt 159,2 Mio. (+70 %)


Der Pizza-Lieferdienst Domino's hat am Samstag bekannt gegeben, dass die Kunden der bundesweit 320 Betriebe beim Bestellvorgang die Option "Kontaktlose Lieferung" wählen können. Angegeben werden kann im Bemerkungsfeld ein sauberer Ablageort. Ansonsten legt der Fahrer die Bestellung auf eine mitgebrachte leere Plastikbox oder in die Transportbox seines Lieferfahrrads. Nach dem Klingeln geht er zwei Meter zurück und wartet bis der Kunde seine Bestellung genommen hat. 

Deliveroo-Kunden können in Großbritanntien ab dieser Woche ebenfalls die Option eines No-Contact-Delivery wählen, bei dem die Bestellung bis vor die Tür geliefert wird, ohne das Fahrer und Kunde in Kontakt treten müssen. Zudem stellt das Unternehmen allen Restaurants zusätzliche Verpackungen und Aufkleber zur Verfügung, um die Bestellungen zu verschließen. Laut eigenen Angaben hat auch Deliveroo für alle Fahrer Handdesinfektionsmittel geordert. Mitarbeiter, die sich mit dem Coronavirus infizieren, sagt der Delivery Service außerdem finanzielle Hilfe zu.

Bereits zu Beginn des Monats implementierten die US-amerikanischen Delivery-Anbieter Postmates und Instacart ähnliche Maßnahmen. Der spanische Anbieter Glovo zieht in seinen Ländermärkten, die von Europa über Afrika bis nach Süd- und Zentralamerika reichen, mit ähnlichen Maßnahmen nach. Zudem kündigte das Unternehmen, dessen Hauptmarkt Italien ist, an, seinen Fahrern im Falle einer Corona-Diagnose für zwei bis vier Wochen die Krankentage zu bezahlen.

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