Dehoga Bayern

Gleiche Steuern für Essen

Gaststätten und Restaurants sind ein wichtiger Bestandtteil für jeden Ort.
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Gaststätten und Restaurants sind ein wichtiger Bestandtteil für jeden Ort.

7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer für Restaurants und Gaststätten. So lautet die Forderung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bayern) an den Deutschen Bundestag. Mithilfe einer Online-Petition will der Verband nun die nötigen Unterschriften für das Vorhaben gewinnen.

Immer mehr Gaststätten und Restaurants in Deutschland schließen oder werden durch Imbisse, Bäckereien und den Lebensmitteleinzelhandel verdrängt. Da das Essen in den letzteren Betrieben meistens mitgenommen wird, entfällt auf dieses die reduzierte Mehrwertsteuer von 7 Prozent. Anders die Restaurants und Gaststätten. Hier wird im Sitzen gegessen, dementsprechend gilt hier der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Unter dem Motto "Porzellan statt Plastik" wirbt der Dehoga Bayern nun deutschlandweit mit einer Online-Petition für die Angleichung der Mehrwertsteuerbeträge.

"Gerade in jüngster Zeit haben wir zwar die bayerische Politik überzeugt, aber noch nicht die Bundespolitik", erläutert Dehoga Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer: "Wir haben daher diese deutschlandweite Petition initiiert. Jetzt liegt es an uns, so viele Menschen wie nur möglich zu mobilisieren." Knapp 50.000 Unterschriften müssen in den nächsten 6 Monaten gesammelt werden, damit die Petition erfolgreich ist. Aktuell haben bereits über 4.000 Menschen die Petition unterzeichnet.

Besonders vor dem Hintergrund der Aspekte Gesundheit, Umweltschutz, Steuergerechtigkeit, aber auch der Wertschätzung und der Zukunftssicherung von Restaurants und Gasthäuser in Deutschland sei es nur fair, die Mehrwertsteuersätze anzugleichen, argumentiert der Dehoga Bayern in seiner Petition. So sei die Gastronomie arbeitsintensiv und böte vielen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz. Gleichzeitig entstünden hier durch die Verwendung von Porzellangeschirr weniger Abfälle als zum Beispiel im Take-away-Bereich. Nicht unterschätzt werden, dürfe auch die Bedeutung von Gasthäusern und Restaurants für den Tourismus einer Region.

Darüber hinaus haben sich die Essgewohnheiten der Deutschen im Laufe der Jahre geändert. Restaurantbesuche, die früher als Luxus galten und deswegen mit dem erhöhten Mehrwertsteuersatz besteuert wurden, nehmen immer mehr zu. Mittlerweile kochen nur noch 40 Prozent der Deutschen täglich selbst, hingegen sind bei 43 Prozent kleine und große Mahlzeiten unterwegs beliebt. In Folge dessen, so begründet der Dehoga Bayern, wäre es konsequent, den reduzierten Steuersatz auf Essen einzuführen, unabhängig davon, wie es zubereitet, wo es gekauft und wie es gegessen wird.

Zur Petition geht es hier.

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