Deliveroo Strategie

Virtuelle Marken sollen Umsatz pushen


Deliveroo will Restaurants helfen, virtuelle Marken aufzubauen und so ihre Erlöse hochzufahren.
Deliveroo
Deliveroo will Restaurants helfen, virtuelle Marken aufzubauen und so ihre Erlöse hochzufahren.

Neben dem regulären Restaurantbetrieb können die Restaurant-Partner von Deliveroo künftig zusätzliche virtuelle Marken ins Rennen schicken. Diese sollen Kapazitäten und Ressourcen besser auslasten und den Umsatz steigern. Stimmen Sie weiter unten im Artikel ab: Hat das Zukunft?

Der Aufbau virtueller Restaurants soll bestehenden Restaurants helfen, den Umsatz und die Anzahl der Kunden zu steigern, indem sie unter einem frischen Branding neue oder ergänzende Konzepte zu ihrer aktuellen Speisekarte anbieten – so der Ansatz des Delivery-Anbieters Deliveroo. Restaurants nutzen ihr bestehendes Küchenpersonal, könnten aber bei den Kosten für Lebensmittel sparen und die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln zu reduzieren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Der Endkunde sehe die virtuelle Marke als eigenständiges Restaurant mit einer eigenen Identität, inklusive einer neuen Richtung oder eines neuen Menüangebots, auf Deliveroo. „Das bedeutet beispielsweise, dass ein BBQ-Restaurant nun mexikanische Speisen auf den Markt bringt, das griechische Restaurant gesunde Proteinschalen anbietet oder der Pizzaladen Gourmetwraps liefern kann“, erklärt der Lieferdienst.

Dabei verweist Deliveroo auf seine Expertise und Erfahrung.  So habe man Restaurants bereits beim Aufbau von 60 virtuellen Marken (Berlin: 38, München: 16, Hamburg: 3, Frankfurt: 2, Köln: 1) in ganz Deutschland unterstützt. Als erfolgreiche Beispiele für virtuelle Marken im eigenen Portfolio nennt Deliveroo „gooogi“ in Frankfurt, „Fat Butcher“ in München und „MA‘ BALLZ“ in Berlin. Die Einführungen solcher Marken verspricht laut Deliveroo Umsatzsteigerungen von mehr als 70 Prozent.

Umfrage zu virtuellen Restaurants


Der Vorteil der virtuellen Konzepte? „Neue Konzepte lassen sich mit geringeren Kosten und weniger Risiken testen.“ Als Markenberater arbeite Deliveroo eng mit den Restaurants zusammen und biete Zugang zu Daten, Informationen zu Ernährungstrends und Details zu kulinarischen Lücken. Darüber hinaus bietet Deliveroo der virtuellen Marke Marketingunterstützung, Tests und Rapid Consumer Feedback an. Support offeriert das Deliveroo-Team zudem in puncto Menügestaltung, Waren und Preiskalkulation an.


Deliveroo
Der 2013 gegründete Lieferservice arbeitet heute laut eigenen Angaben mit mehr als 80.000 Restaurants und über 60.000 Fahrern zusammen. Deliveroo ist in über 500 Städten in 14 Ländern tätig, darunter Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Italien, Irland, Niederlande, Singapur, Spanien, Taiwan, Vereinigte Arabische Emirate und Großbritannien. Der Firmenhauptsitz befindet sich in London. In Deutschland ist Deliveroo in München, Hamburg, Köln, Berlin und  Frankfurt am Main vertreten und arbeitet dort mit rund 2000 Restaurants zusammen (Stand: Oktober 2018).

„Virtuelle Restaurants bedeuten für unsere Kunden mehr großartiges Essen. Durch die Schaffung neuer Marken aus bestehenden Küchen heraus können Restaurants ihr Geschäft ankurbeln und neue Ideen ausprobieren, ohne dass teure neue Räumlichkeiten benötigt werden. Bei Deliveroo nutzen wir unser Wissen, unsere Daten und unsere Erkenntnisse, um Restaurants bei der Einführung dieser neuen Marken in ihren bestehenden Küchen zu unterstützen“, preist Sascha Knoop, Head of Business Development bei Deliveroo Germany, das Konzept.

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