Delivery

Der Kampf der Lieferdienste

Der Wettbewerb um den deutschen Liefermarkt ist in vollem Gange.
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Der Wettbewerb um den deutschen Liefermarkt ist in vollem Gange.

Im Kampf um den deutschen Liefermarkt liefern sich Takeaway.com und Delivery Hero ein erbittertes Duell mit viel Marketing-Geld und unterschiedlichen Marken-Strategien. Für den Gewinner dürfte sich der Aufwand lohnen. Die vollständige Analyse lesen Sie in der Oktoberausgabe der foodservice.

In Essen, Stuttgart und acht weiteren Städten sind die türkisfarbenen Rucksäcke von Deliveroo passé. Seit Mitte September 2018 ist das Unternehmen nur noch in fünf deutschen Großstädten vertreten: Berlin, München, Köln, Hamburg und Frankfurt. 

Doch ohnehin tragen den Kampf um den deutschen Lieferdienst-Markt längst zwei andere Unternehmen aus: Die niederländische Takeaway.com (Lieferando) und die in Berlin ansässigen Delivery Hero (Lieferheld, Pizza.de, Foodora). Für die hat der Deliveroo-Rückzug in den betroffenen Städten vor allem eine Konsequenz: Es sind wieder mehr Fahrer verfügbar, denn auch die Lieferdienste suchen händeringend nach Personal. Sowohl bei Lieferando als auch bei Foodora sind alle Fahrer sozialversicherungspflichtig beschäftigt, allerdings nur die allerwenigsten Vollzeit.

Eigene Fahrer kaum profitabel

Zwar sind die Fahrer der Firmen im Straßenverkehr präsent, doch es ist offenbar schwer, als Lieferfirma mit einer eigenen Infrastruktur Geld zu verdienen. „Eine eigene Logistik profitabel aufzustellen, ist fast nicht möglich“, sagt Jörg Gerbig, Gründer von Lieferando und heute Chief Operating Officer (COO) der Lieferando-Muttergesellschaft Takeaway.com.
In diesen Städten fahren die Lieferdienste selbst aus (Stand: Oktober 2018)
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In diesen Städten fahren die Lieferdienste selbst aus (Stand: Oktober 2018)

Für Gerbig liegt das profitable Geschäft nicht in den Diensten mit eigenen Fahrern, sondern in der Vermittlung der Essensbestellungen an Restaurants mit eigener Liefer-Infrastruktur. Sein Unternehmen tut das in Deutschland mit der Marke Lieferando. Der größte Widersacher ist das Berliner Unternehmen Delivery Hero, das in Deutschland die Marken Lieferheld, Pizza.de und Foodora betreibt. Dabei fungieren Lieferheld und Pizza.de ebenfalls als Vermittlungs-Marktplätze, während Foodora in Deutschland mit rund 3.000 eigenen Fahrern laut Website in 34 Städten selbst ausliefert. Die Foodora-Fahrer werden bei Bedarf auch für Bestellungen über Pizza.de oder Lieferheld eingesetzt. 



Mit welchen Strategien beide Unternehmen die Vorherrschaft erringen wollen und warum der Delivery-Markt in Deutschland so viel Potential hat, lesen Abonnenten in der ausführlichen Analyse in der foodservice 10/2018. Kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.


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