Design-Trends

Im Ladenbau zählt derzeit "Regionales First"

Taue und Fische als regionaler Bezug: Das Design des Forkenhannes auf Juist greift spielerisch das Thema Nordsee auf.
Hinsche Gastrodesign
Taue und Fische als regionaler Bezug: Das Design des Forkenhannes auf Juist greift spielerisch das Thema Nordsee auf.

Nachhaltigkeit und Regionalität sind zwei große Themen der Gastronomie, immer wieder heiß diskutiert. Und natürlich der immer mehr eingeforderte Wunsch der Kunden nach Authentizität. Das spiegelt sich auch in der Einrichtung und Ausstattung der Restaurants wider. Den kompletten Artikel zu Design- und Ladenbau-Trends lesen Sie in der Septemberausgabe der foodservice.

In einem McDonald’s der 90er Jahre wäre zwischen den standardisierten Plastiktischen dem Gast wohl kaum das Wort "Aufenthaltsqualität" in den Sinn gekommen. Das hat sich grundlegend gewandelt, in allen Sparten der Gastronomie. In Deutschland zeigt etwa das McDonald’s-Design-Konzept "Natural Integrity" mit vielen Holzelementen, wie wichtig dem Fast-Food-Riesen der Gastraum als Wohnzimmer ist. Denn der Anspruch der Gäste ist hoch: Das Restaurant als "Third Place", einem Ort, an dem man sich auch auswärts wie zu Hause fühlt und der Echtheit ausstrahlt.

McDonald's: Design-Konzept "Natural Integrity"


Mit dem Geist des Ortes beschäftigen

"Wie man das Gefühl von Authentizität schafft, ist im Einzelfall schwer festzumachen. Das muss man fühlen", sagt Hasan Uzun, Mitglied der Geschäftsleitung der Real Innenausbau AG. Sein Unternehmen mit dem Hauptsitz in Külsheim zählt 400 feste Mitarbeiter, mit Quickservice-Restaurants macht Real im Jahr ungefähr 45 Mio. Euro Umsatz.

"Man muss sich mit dem Geist eines Ortes, dem 'Genius Loci' beschäftigen", konstatiert Axel Becker. Er ist Diplom-Designer und Geschäftsführer der Konzeptwerkstatt TT mit Sitz in Mettingen. Das Unternehmen ist auf ganzheitliche Lösungen vor allem für Bäcker- und Snackkonzepte spezialisiert, stattet aber auch Cafés und Restaurants aus.

Der Gast will sich wohlfühlen – auch beim Snacken

Ein immer wieder auftauchendes Wort ist die "Wohlfühlatmosphäre". Selbst in vielen Snack-, Quickservice- und erst recht Fast-Casual-Konzepten geht es nicht mehr um reine Nahrungsaufnahme. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, sitzen bleiben und wiederkommen. Dabei spricht nichts gegen schnelle Essensausgabe an der Theke und einen gemütlichen Sitzbereich. "Solche Konzepte müssen nicht homogen sein", sagt Becker.



Die Regionalität sieht Becker (Konzeptwerkstatt) als großen Trend – auch bei der Einrichtung. Solche regionalen Zitate und Anspielungen könne man mit Fototapeten oder Displays abfangen. Oder, in sehr konsequenten Konzepten, indem man wirklich hauptsächlich Materialien aus der Region verwendet.Wie schon beim Essen ist ein regionaler Bezug emotional greifbarer als etwa ein rein ökologischer. „Regio ist das neue Bio“ gilt in gewisser Weise auch beim Interieur.

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