Deutsche Airports 2018 (Teil 1)

Im Steigflug: Gastro-Umsätze & Frequenzen

Auch am Frankfurter Flughafen schlugen 2018 die steigenden Passagierzahlen eins zu eins auf die Gastronomie-Entwicklung durch.
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Auch am Frankfurter Flughafen schlugen 2018 die steigenden Passagierzahlen eins zu eins auf die Gastronomie-Entwicklung durch.

Erneut glänzten die 21 größten deutschen Flughäfen (nach Passagierzahlen laut Flughafenverband ADV) mit einem Rekord: 244,3 Mio. Passagiere tummelten sich 2018 an diesen speziellen Verkehrsstandorten, gegenüber 2017 ein Plus von über 4 Prozent – ohne Transit. Auch die Gastro-Erlöse hoben ab: Hier erzielten die Top 10 Airports ein Plus von 6,9 Prozent zum Vorjahr, dies ergab das Exklusiv-Ranking von Redaktion foodservice. In Teil 1 unserer Airport-Serie präsentieren wir den erst- und zweitplatzierten Airport.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Den ganzen Airport-Artikel lesen Sie in der Märzausgabe der foodservice.

Noch ein Spitzenjahr in puncto Frequenzen und Gastro-Performance! Nicht nur die Statistik aller 21 vom Flughafenverband ADV nach Passagierzahlen gelisteten Airports weist 2018 ein Frequenzplus von 4 Prozent zum Vorjahr aus. Auch die von foodservice speziell zur Gastro-Entwicklung befragten und nach Gastro-Erlösen gerankten Top 10 der deutschen Airports konnten ihre Fluggastzahlen steigern. Mit zwei Ausnahmen: Düsseldorf und Hamburg mussten jeweils ein leichtes Minus hinnehmen. Die Top 10 erzielen ein Frequenzplus von 4,4 Prozent und übertreffen damit gar das Passagierwachstum aller 21 Flughäfen.

Und die Gastronomie?

Zeigt sich, nicht nur gemessen an den Erlössteigerungen, weiter auf Steigflug. Das Wachstum des Gastro-Umsatzes (netto) um knapp 7,0 Prozent auf über 445 Mio. Euro ist umso bemerkenswerter, wenn man berücksichtig, dass dieser 2018 bei minimalem Flächenwachstum von 1,3 Prozent erzielt wurde: in 317 Gastro-Units.
Den Passagierzuwachs sowie eine ungewöhnlich hohe Zahl an Verspätungen macht Jürgen Behrens, nebenamtlicher Geschäftsführer Gastronomie am Flughafen Hannover, für die Belebung des Gastro-Segments hauptsächlich verantwortlich. Einflussfaktoren, die nicht nur am Flughafen der niedersächsischen Hauptstadt 2018 zu Buche schlugen.
Gastronomische Entwicklungs-Highlights 2018
  • neue attraktive Formate und Konzept-Zuschnitte im Gastro-Mieter-Mix
  • diverse Formeln mit Debüt in dieser Standortkategorie
  • große, bekannte nationale und internationale Marken sind ebenfalls an Bord
  • Implementierung frischer lokaler Gastro-Unternehmen mit Fokus auf regionalen Besonderheiten und mit Lokalkolorit.

Ganz oben auf der Bedürfnis-Agenda der Gäste stehen: der Wunsch nach mehr Customer Experience, nach verstärktem Customizing und nach schnelleren und flexibleren To-go-Lösungen. Dazu vielerorts die gute Nachricht: Der Gast ist bereit, mehr zu zahlen – für höhere Qualitäten und/oder mehr Service!


Nun zu den beiden Vorderen der Top 10 Airports und den dortigen gastronomischen Highlights im Detail:

1 Airport Frankfurt – Drehkreuz mit neuen Höchstwerten

Seine Pole-Position in Deutschland untermauert der Frankfurter Flughafen 2018 mit einer erneuten Passagier-Bestmarke von über 69,5 Mio. Fluggästen – und dies nach einem Rekordwert 2017 von +6,1 Prozent, aufgesattelt auf ein Minus anno 2016. „Das vergangene Jahr hat erneut gezeigt, dass das Produkt ‚Fliegen‘ sehr gefragt ist. In Frankfurt haben wir den größten absoluten Zuwachs unserer Geschichte erreicht“, bilanziert Fraport-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte.

Auch gastronomisch befindet sich der Frankfurter Hub 2018 weiterhin im Höhenflug. „Auf vergleichbaren Flächen, 76 Gastro-Units wie im Vorjahr, konnten wir 114,0 Mio. Euro Gastronomie-Umsatz netto erzielen“, fasst Mark Hallstein, Head of Category F&B, Fraport AG, zusammen. Inklusive Convenience Stores, Delikatessen und Automaten wurden 2018 sogar Erlöse von rund 150 Mio. Euro (Vj. 135 Mio. €) erwirtschaftet.

Als Trend, der in der Standortkategorie Gastro an Airports und zugleich in Frankfurt 2018/19 eine wichtige und ausbaufähige Rolle spielt, definieren Hallstein und sein Team vor allem das Thema Bewusste Ernährung (To-go).

2 Airport München – Verfechter des lokalen Spirits

Die Nummer 2 in Deutschland, gemessen an Passagierzahlen und Gastro-Umsatz, glänzte auch europaweit mit ihrer Performance und gewinnt 2018 im ACI-Passagier-Ranking gegenüber Vorjahr eine Position. Damit liegt der Aiport München in Europa auf Rang 8 vor London-Gatwick (9). Bereits im neunten Jahr in Folge konnte der Münchner Flughafen seine Passagierbilanz steigern. Für 2018 lautet das Ergebnis: 46,3 Mio. Fluggäste (+3,8 %), ein neuer Passagierrekord.

Wachstumsmotor Gastro. Ein ordentliches Umsatzplus von 11,0 Prozent gegenüber Vorjahr wies der Foodservice-Bereich des Airports der bayerischen Landeshauptstadt aus. Den größten Part davon erlöste mit 80 Mio. Euro Allresto in ihren Konzepten, die bekannte Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH (Umsatz exklusive 12 Mio. € Event-/Kongress-Gastro). Dies ist als absolute Besonderheit im Airport-Gastro-Business zu bewerten, da ansonsten die Zusammenarbeit mit großen Multi-Konzept-Playern wie SSP, HMS Host usw. üblich ist. Als weitere Haupt-Player neben Allresto nennen die Gastro-Verantwortlichen Kuffler, Autogrill, Aichinger und Starbucks.

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