Deutsche Airports 2018 (Teil 3)

Gastro & Passagiere: Airports Nr. 5 und 6

Restaurant-Ebene T1 am Hamburger Airport. Die Auswahl zwischen attraktiven To-go- und Verweil-Optionen ist den Passagieren wichtig.
Airport Hamburg, Michael Penner
Restaurant-Ebene T1 am Hamburger Airport. Die Auswahl zwischen attraktiven To-go- und Verweil-Optionen ist den Passagieren wichtig.

Erneuter Passagier-Rekord der 21 größten deutschen Flughäfen: 244,3 Mio. Fluggäste vermeldet der Flughafenverband ADV für 2018 (plus 4 Prozent gegenüber 2017, ohne Transit). Ebenso auf Steigflug: die Gastro-Erlöse mit plus 6,9 Prozent zum Vorjahr, dies ergab das Exklusiv-Ranking von foodservice. In Teil 3 unserer Airport-Serie präsentieren wir den fünft- und sechstplazierten Airport; nach Nummer 1 und 2 in Teil 1 sowie 3 und 4 in Teil 2.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Den ganzen Airport-Artikel lesen Sie in der Märzausgabe der foodservice.

Die von foodservice speziell zur Foodservice-Performance befragten und nach Gastro-Erlösen gerankten Top 10 der deutschen Airports konnten ihre Fluggastzahlen durchweg steigern. Auch die Gastronomie-Umsätze (netto) der Top 10 stiegen 2018 um knapp 7,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Gastro-Entwicklungen 2018
  • Die Gastro-Verantwortlichen an den Airports bemühen sich stärker denn je, ihren Gastro-Mieter-Mix durch neue attraktive Formate und Konzept-Zuschnitte zu bereichern.
  • Diverse Formeln geben ihr Debüt in dieser Standortkategorie.
  • Die großen, bekannten nationalen und internationalen Marken haben die Betreiber ebenfalls an Bord.
  • Parallel setzen sie vermehrt auf den Charme frischer lokaler Gastro-Unternehmen, die – wo es passt – auf regionale Besonderheiten fokussieren und mit Lokalkolorit punkten.
  • „Das Servicetempo wie auch der Individualisierungsgrad der Foodservice-Player haben weiter zugelegt“, heißt es von den Befragten.
  • Der Wunsch nach mehr Customer Experience steht ganz oben auf der Bedürfnis-Agenda der Gäste, ebenso verstärktes Customizing und schnellere und flexiblere To-go-Lösungen.
  • Vielerorts die gute Nachricht: Der Gast ist bereit, mehr zu zahlen – für höhere Qualitäten und/oder mehr Service!

5 Flughafen Hamburg – Gäste-Versteher mit Blick voraus

17,23 Mio. Fluggäste frequentierten 2018 den Hamburger Flughafen, circa 2,2 Prozent weniger als 2017.

Gastro-Umsatz gesteigert. Als einer der beiden Minus-Macher beim Passagierwachstum zeigt der Flughafen Hamburg, dass trotzdem die Gastronomie-Erlöse wachsen können. 2018 gelang ein Plus von rund 2 Prozent gegenüber Vorjahr – mit sogar einer Gastro-Unit weniger! „Zu großen Teilen bedingt durch den Wochenend-Tourismus, der am Hamburg Airport 2017 und 2018 stark zugenommen hat, mit positiven Auswirkungen auf den Absatz in den Gastronomiebetrieben“, analysiert Nicole Kudenholdt, Objektleiterin Gastronomie am Hamburg Airport.

Veränderte Gästenachfrage. Sowohl das Wetter als auch die Zusammensetzung der Zielgruppe forderten Anpassungen auf Angebotsseite heraus. „2018 war durch den ungewöhnlich heißen und langen Sommer die Nachfrage nach Getränken höher als in den vergangenen Sommern – hier war eine angepasste und optimierte Planung der Getränkelieferungen besonders wichtig“, so Kudenholdt.

Herausforderungen. Hier werden für 2018 neben Streiks und Unwettern vor allem Verspätungen genannt. „Sie stellen Herausforderungen für die Gastronomen dar, weil sie oft nicht planbar sind und dadurch ein unvorhersehbares Gästeaufkommen mit sich bringen. Zudem bedeuten solche Situationen oft Stress für unsere Passagiere“, sagt Kudenholdt. „Hier ist es besonders wichtig, den Gästen einen angenehmen Aufenthalt und einen interessanten Produktmix zu bieten.“

6 Flughafen Köln/Bonn – Wachstums-Star beim Gastro-Umsatz

Der Köln/Bonn Airport schloss das vergangene Jahr mit einem neuen Bestwert bei den Passagierzahlen ab. Insgesamt starteten und landeten 13 Mio. Reisende in Köln/Bonn – plus fünf Prozent gegenüber 2017.

Im laufenden Jahr plant der Flughafenbetreiber allerdings mit einem Rückgang um etwa eine Million Passagiere. Hauptgründe sind die Effekte aus der Abwanderung der Eurowings-Langstrecken sowie die derzeit umfangreichen Konsolidierungen in der Airline-Branche.

Zweistelliges Gastro-Umsatz-Plus. Gemeinsam mit Hannover etablierte sich der rheinländische Flughafen in puncto Umsatz-Wachstum auf dem Spitzenplatz: Um 12 Prozent konnten 2018 die Foodservice-Erlöse gesteigert werden, die in 21 Bar/Restaurant-Units erwirtschaftet wurden (Vj. 20).

„Parallel zum gestiegenen Passagieraufkommen konnte ein überproportionales Wachstum der Gastronomiezahlen beobachtet werden, das vor allem zwei Faktoren zu verdanken ist: dem fehlenden Foodservice-Angebot der Airlines und neuen Konzepten mit erweitertem Angebot am Airport. Auch die Passagierstruktur, vermehrt Low-Cost- und Kurz- sowie Mittelstrecken-Kunden, spielt dabei eine Rolle“, fasst Claudia Schwittay, Leiterin Retail des Köln/Bonn Airports, zusammen. „Die vielen Verspätungen der Airlines haben außerdem zur überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung beigetragen.“

Neue Gastro-Konzepte. 2018 und 2019 baut der Flughafen sein Gastro-Repertoire um drei Flächen aus, die von Retail- zu Gastro-Formaten umgenutzt werden. Zwei Konzepte wurden bereits 2018 nach Umwidmung von Retail- zu Gastronomieflächen im Terminal 1, Landseite, eröffnet: Mishba (Scoom GmbH), seit Oktober 2018, und eine Kamps-Bäckerei, seit September 2018. Weggefallen, Ende 2018: Ben Green (Terminal 1, Landseite).

Den kompletten Airport-Beitrag lesen Sie in der Märzausgabe der foodservice. Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.


stats