Deutscher Gastro-Gründerpreis

Isla aus Berlin überzeugt mit Kreislaufwirtschaft

Fünf Finalisten, ein Gesamtsieger. Am Ende setzten sich Philipp Reichel und Peter Duran (mit Gutschein) gegen die starke Konkurrenz durch.
Rolf Otzipka für Hamburg Messe/Internorga
Fünf Finalisten, ein Gesamtsieger. Am Ende setzten sich Philipp Reichel und Peter Duran (mit Gutschein) gegen die starke Konkurrenz durch.

Am Nachmittag des ersten Internroga-Tages lockte das Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises zahlreiche Messe-Besucher an: Fünf Finalisten stellten sich, moderiert von Tim Mälzer, in fünfminütigen Live Pitches dem Publikum, das anschließend über den Sieger bestimmte. Das Rennen machte Isla aus Berlin. Die Gründer Peter Duran und Philipp Reichel überzeugten mit einem ausgeklügelten Nachhaltigkeitskonzept.

 
Alle fünf Gewinnerkonzepte beeindrucken mit urbanen Monokonzepten rund um Streetfood aus aller Welt, alternativen Lösungsansätzen für brennende Branchenprobleme und mit technologischen Innovationen. Im Mittelpunkt steht die Gastronomie als Ort des kosmopolitischen Miteinanders und der Offenheit für neue Ideen. 

Peter Duran und Philipp Reichel regen mit ihrem Konzept zum Umdenken an: Zero Waste und Kochen mit geretteten Lebensmitteln sind ein erster Schritt zu nachhaltiger Wirtschaft. Dabei setzen sie auf Kreislaufwirtschaft: Alles wird verarbeitet, nichts weggeworfen – aus nicht genutzter aufgeschäumter Milch für Kaffeespezialitäten werden Joghurt und Ricotta hergestellt. Das ausgeklügelte System bremst einen der größten Kostentreiber in der Gastronomie aus: den Wareneinsatz. Die Jury lobt dieses unprätentiöse Unternehmenskonzept, das vorbildhaft Genuss mit reduziertem ökologischen Fußabdruck und fairem Handel lebt.

Isla Coffee - Bewerbervideo





Ebenfalls nominiert waren El Feo, Wiens erste Mezcalería, Freigeist aus Überlingen, ein Projekt, das Menschen mit kognitiven Problemen die Arbeit in der Gastronomie ermöglicht, das japanische Fusion-Food-Konzept Sando & Ichi aus Hamburg und Underdocks: Fisch-Fastfood mit Anspruch.

Alle fünf Finalisten gewinnen ein Siegerpaket im Wert von je über 10.000 Euro:

  • 2.500 Euro Startkapital
  • Einjährige Begleitung durch einen Mentor aus dem Jurykreis
  • Zweijährige Gast-Mitgliedschaft im Leaders Club Deutschland
  • Gründungsberatung durch die ETL ADHOGA
  • Teilnahme am INTERNORGA Kongress ‚Internationales Foodservice-Forum‘
  • Gastro-Kasse von orderbird inklusive Jahreslizenz, iPad Air und Kartenlesegerät
  • 1.000 Euro Gutschein für VEGA Gastronomiebedarf
  • 1.000 Euro Gutschein für ein Melitta-Kaffeesystem
  • Zweiwöchige Gast-Station im Popup-Konzept LADEN EIN
  • Professionelles Foto-Shooting für Pressebilder
  • Mediale Unterstützung
Der vom Fachpublikum erkorene Hauptgewinner erhält außerdem: 10.000 Euro als Startkapital gesponsert durch die Gastro Academy eine 40-stündige Beratung im Wert von 5.000 Euro durch den Leaders Club Deutschland zur Weiterentwicklung des eigenen Konzepts die Teilnahme an den internationalen Foodservice-Events im Rahmen der Internorga, die Teilnahme an der Radeberger-Trendreise nach New York. Der Deutsche Gastro-Gründerpreis wird veranstaltet von der Internorga, dem Leaders Club Deutschland und Orderbird.



Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH, zeigt sich begeistert: “Wir und das Fachpublikum sind ganz mitgerissen von der Überzeugungskraft, dem Herzblut und den innovativen und neuen Gastro-Ansätzen, die die fünf Gewinner in den Live-Pitches gezeigt haben. Für die Newcomer ist die Internorga als internationaler Branchentreffpunkt die perfekte Präsentationsfläche für Trends und um wichtige Branchenkontakte zu knüpfen.”
 


Patrick Rüther, Vorstand des Leaders Club Deutschland, bestätigt: “Beim Deutschen Gastro-Gründerpreis erhalten Start-ups eine Bühne und stärken mit ihren Impulsen die Innovationskraft unserer Branche. Wir bieten ihnen ein Netzwerk und sie profitieren von den Erfahrungen und dem Know-how erfahrener Macher.”


 
Die fünf ausgezeichneten Gastro-Start-ups behaupteten sich mit ihrer Gründungsidee im Wettbewerb gegen mehr als 460 Teilnehmer.
“Wir freuen uns, dass wir mit der Unterstützung aus der Szene den Nachwuchs fördern und Sichtbarkeit für die erstarkende Gründerkultur in der Gastronomie schaffen”, ergänzt Jakob Schreyer, Gründer von orderbird, dem führenden iPad-Kassensystem für die Gastronomie.



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