Deutscher Gastro-Gründerpreis 2019

Die Top 5 stehen fest

Nominiert für den Gastro-Gründerpreis 2019: Pâtlairs von Giovanna Müller.
Giovanna Müller
Nominiert für den Gastro-Gründerpreis 2019: Pâtlairs von Giovanna Müller.

Die Jury des Deutschen Gastro-Gründerpreises begutachtete jüngst die Konzepte und Gründerteams der zehn verbliebenen Konzepte. Fünf Gastro-Unternehmen wurden ausgewählt, welche nun ihr Können auf der Internorga vor Live-Publikum unter Beweis stellen müssen. Der Sieger wird in einem Live-Voting gekürt.

Zu den Auswahlkriterien, auf deren Basis die Konzepte diskutiert wurden, zählten Innovation und Alleinstellungsmerkmale des Konzepts am jeweiligen Standort, die Aussicht auf wirtschaftliche Rentabilität sowie die Überzeugungskraft ihrer Gründer.

"Drei der fünf Finalisten stammen aus den Metropolen Berlin, Hamburg und München - aber auch Gastro-Konzepte aus der Kleinstadt.  So schafften es Teams aus Kleve und Biebergemünd unter die fünf", lässt die Jury verlauten.

Die fünf Nominierten im Kurzüberblick:
 
Bar&Brot
Traditionell hergestellt und regional produziert – Das Bar & Brot aus Kleve reift seine, zum Großteil aus der familieneigenen Brennerei stammenden, Spirituosen im hauseigenen Fasslager und setzt diese in Form exklusiver Drinks, begleitet von selbstgebackenem Brot, in Szene. "Chefin Eva de Schrevel überzeugte die Experten mit dem einzigartigen Konzept, welches Traditionen respektiert und diese in die nächste Generation transportiert", heißt es im Statement der Jury.
 
Holycrab!
Die "kulinarischen Schädlingsbekämpfer" von Holycrab! setzen sich mit Messer und Gabel für den Schutz der Berliner Fauna und Flora ein. Denn sie kredenzen invasive Krebsarten, wie den amerikanischen Sumpfkrebs, der sich unkontrolliert in der Hauptstadt ausbreitet. "Das Ergebnis: Hyperlokales Gourmet-Street-Food." Die Gründer Lukas Bosch, Juliane Bublitz und Andreas Michelus spielten sich mit diesem innovativen und humorvollen Ansatz in die Herzen der Jury, die bei ihrer Auswahl auch auf Aspekte der Nachhaltigkeit achtet.
 
Pâtlairs - Pâtisserie & Streetfood
In der mobilen Pâtisserie im Streetfood-Style aus Biebergemünd können Gäste die Entstehung der handwerklich perfektionierten saisonalen Kompositionen live miterleben. Neben einem hohen Anspruch an Qualität steht die Natürlichkeit der Zutaten im Vordergrund. Konditormeisterin Giovanna Müller überzeugte die Jury sowohl als Gründerin als auch mit der Finesse der von ihr hergestellten Köstlichkeiten in Kombination mit einem Streetfood-Konzept. Eine ungewöhnliche Mischung, die auch bei ihren Gästen gut ankommt.

Pâtlairs: Pâtisserie im Streetfood-Style



Pokerria - Sushi Burritos
Burrito trifft auf Sushi und Poke Bowl – Die Pokerria bringt den Foodtrend der japanisch, hawaiianisch und mexikanischen Fusion-Küche nach Hamburg und bietet seine gesunden Rollen sowohl im Restaurant als auch per Cateringservice an. Das Konzept von Gründer Daniel Matera überzeugte die Jury nicht nur aufgrund seiner gesunden Ausrichtung, sondern auch aufgrund des wilden Fusion-Mix. "Ein Ansatz, der im kosmopolitischen Hamburg sicherlich aufgeht", hofft die Jury.
 
Über den Tellerrand Café
Im Münchener Café Über den Tellerrand wird Essen zum Integrationsprojekt. "Das Café versteht sich als Sozialunternehmen und Begegnungsstätte, in dem Menschen mit und ohne Fluchterfahrung miteinander kochen sowie Gäste und Mitarbeiter voneinander lernen." Die Jury war überzeugt vom Powerduo Jasmin Seipp und Julia Haarig, die mit großem persönlichem Einsatz ihre Idee vorantreiben und mit Ihrem Konzept Schule machen könnten.

Über den Tellerrand Café: Essen als Integrationsprojekt



Die Auserwählten präsentieren ihre Konzepte live beim Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises am 15. März auf der Internorga (15 Uhr, Saal Chicago, Eingang Mitte). Tim Mälzer moderiert die Gründer-Pitches, das Fachpublikum wählt anschließend per Live-Voting den Hauptgewinner.

Der Gewinner erhält 10.000 Euro, eine 40-stündige Beratung im Wert von 5.000 Euro durch den Leaders Club Deutschland, die Teilnahme an Europas größtem Kongress für die professionelle Gastronomie, dem Internationalen Foodservice-Forum im Rahmen der Internorga sowie eine 4-tägige Trendreise von Radeberger nach New York.

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