Deutsches Weininstitut (DWI)

Die besten Weingastronomien 2020

Preisträger in der Kategorie Hotelgastronomie: Die Weinsteige der beiden Inhaber Andreas und Jörg Scherle.
Zur Weinsteige
Preisträger in der Kategorie Hotelgastronomie: Die Weinsteige der beiden Inhaber Andreas und Jörg Scherle.

Diese Gastronomen zeichnet ein besonderes Engagement für die Weine aus deutschen Regionen aus: Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat "Ausgezeichnete Weingastronomien" gekürt. Preise vergab eine Fachjury in fünf Kategorien.

Im Rahmen des Wettbewerbs kürte die Jury in der Kategorie Gourmet das Drei-Sterne-Restaurant Vendôme im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg in Bergisch-Gladbach zum Sieger. "Mit über 500 Weinen bietet das Vendôme seinen Gästen eine breit gefächerte Auswahl, die von der Sommeliére des Hauses Maria Rehermann perfekt auf die ebenso fantasievollen wie exquisiten Speisenkreationen abgestimmt werden", urteilte Jury-Mitglied Gunnar Tietz.
In der gehobenen Gastronomie ging der Preis an das Restaurant A Table in Ludwigshafen. "Großen Wert legen die Inhaber auf die Trinkreife und Jahrgangstiefe der angebotenen Weine. Dafür lagern sie die Flaschen im eigenen Keller, bis sie perfekt gereift auf die Karte kommen", so ein Auszug der Begründung der Jury.

"Dem Weinhimmel ganz nahe"

Die Weinbar Herder Zehn im sächsischen Freiberg wurde in der Kategorie Weingastronomie ausgezeichnet. Jury-Mitglied Gabriele Heins begründet die Wahl wie folgt: Der gebürtige Freiberger, Weinliebhaber und -sammler Janek Schumann arbeitete lange in der örtlichen Sparkasse, absolvierte die härteste internationale Weinprüfung, den Master of Wine (MW) und fand, dass seine Heimatstadt mit 40.000 Einwohnern doch ein „wunderbarer Standort“ für sein ambitioniertes Ziel sei. 2017 eröffnete er eine Weinbar mit Bistro, für dessen Konzept er jetzt ausgezeichnet wurde. Zu Recht: 1.500 Positionen hat er parat, 25 bietet er offen an. "Für jeden ist etwas dabei, Hauptsache, der Wein hat Charakter und der Betrieb orientiert sich an nachhaltigen wie ethischen Grundsätzen."

Zur besten internationalen Gastronomie des Wettbewerbs wählten die Juroren das Restaurant Storstad in Regensburg. "Anton Schmaus hat mit dem Restaurant Storstad in Regensburg binnen weniger Jahre eine kulinarische Heimstadt geschaffen, die mit europäischer und asiatischer Küche bis hin zur exquisiten Sushi-Bar über den Dächern der Domstadt strahlt. Ein glückliches Händchen hat er auch bei der Wahl seiner Sommeliers der letzten Jahre gezeigt. Heute bestückt Sommelière Anna Rupprecht regelmäßig ihre raffinierten Weinmenüs und gibt mutige Weintipps für den glasweisen Ausschank. In der Domstadt ist man dem Weinhimmel nahe", urteilt DWI-Jury-Mitglied Paula Bosch.

Weinsammlung im historischen Keller

Im Bereich Hotelgastronomie ging das Hotel und Restaurant Weinsteige in Stuttgart als Sieger hervor. "Völlig egal ob Weinfreund, Freak, Sammler oder Weintrinker, wer je das Glück und die Gelegenheit hat, in dieses historische Kellergewölbe aus dem Jahr 1870 mit seiner großartigen Weinansammlung hinabsteigen zu dürfen, der kommt so schnell nicht mehr ans Tageslicht. Der wohltemperierte Keller beherbergt über 10.000 Flaschen Wein, ausgesuchte Jahrgänge, unzählige Rieslinge, Kostbarkeiten und Spitzengewächse überwiegend aus Deutschland", heißt es im Urteil von Paula Bosch.

Preisträger in der Kategorie Gastronomie allgemein ist der Bungertshof in Königswinter. Jury-Mitglied Christina Fischer meint: "Große Weine präsentieren ihre Stärke erst im Alter!", so lautet die neugierig machende Überschrift auf Andreas Lelkes fulminanter Weinkarte, die das Herz eines jeden Weinfans höherschlagen lässt und zudem noch ausgesprochen fair kalkuliert ist. Seine erstklassige Auswahl von über 1.600 deutschen Spitzenweinen vertritt er höchst persönlich mit sehr versierter, dennoch zurückhaltender Beratung. Wer Lust und Laune hat, kann mitunter zehn bis fünfzehn Jahrgänge eines einzigen Weines vergleichend verkosten. 

Preis mit besonderer Bedeutung in Corona-Zeiten

Für DWI-Geschäftsführerin Monika Reule kommt der diesjährigen siebten Auflage des Wettbewerbs angesichts der coronabedingt schwierigen Zeiten in der Gastronomie eine besondere Bedeutung zu. "Wir hoffen, zusätzliche Absatzimpulse sowohl für die Gastronomen als auch für die zuliefernden Weinerzeuger zu generieren und so einen unterstützenden Beitrag für die Unternehmen zu leisten", erklärte Reule.


In diesem Jahr werden die Preise ausnahmsweise in den Restaurants vor Ort und im Beisein eines Jurymitglieds verliehen, das auch die Laudatio auf den jeweiligen Preisträger hält. Der Jury gehörten mit Selters-Geschäftsführer Otto J. Völker, der stellvertretenden Chefredakteurin des Magazins Der Feinschmecker Gabriele Heins sowie Christina Fischer, Paula Bosch und Gunnar Tietz ausgewiesene Gastronomieexperten an.  Der Preis für die "Ausgezeichneten Weingastronomien" ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Zudem vermittelt das DWI den Preisträgern die Deutsche Weinkönigin für die Moderation und Begleitung von Weinveranstaltungen.


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