DIG | WinterWorkshop

Lernstoff im Homeoffice-Zeitalter

Gastgeberin Julia Merkel, Mitglied des Holdingvorstands der R+V Versicherung AG, im Gespräch mit Thomas Walter, Abteilungsleiter Gastronomie & Services und Geschäftsführer R+V Dienstleistungs-GmbH.
Screenshot gv-praxis
Gastgeberin Julia Merkel, Mitglied des Holdingvorstands der R+V Versicherung AG, im Gespräch mit Thomas Walter, Abteilungsleiter Gastronomie & Services und Geschäftsführer R+V Dienstleistungs-GmbH.

Noch nie zuvor in der über 40-jährigen Geschichte des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie (DIG) fand der obligatorische WinterWorkshop digital statt. Schauplatz war das R+V-Studio in Wiesbaden.

Als Gastgeberin des diesjährigen WinterWorkshops begrüßte Julia Merkel, Mitglied des Holdingvorstands der R+V Versicherung AG und verantwortlich für das Ressort Personal und Konzerndienstleistungen, die Runde der 75 zugeschalteten Teilnehmer. In ihrer Rede betonte die Top-Managerin die weiterhin große Bedeutung der Betriebsgastronomie für die rund 18.000 Mitarbeiter. Nach der aktuellen Stunde mit internen Informationen, die DIG-Vorsitzender Dr. Stefan Hartmann verkündete, startete Burkart Schmid, DIG-Geschäftsführer, das Vortragsprogramm mit den Ergebnissen einer aktuellen Mitgliederumfrage. Seine Botschaft: "Die Verwerfungen durch die Corona-Krise haben die Mitgliedsbetriebe, mehrheitlich aus der Betriebsgastronomie, mit voller Wucht getroffen."

Task Force New Gastro

Das Mittagsgeschäft – Haupteinnahmequelle – ist um 61 Prozent eingebrochen, mit der Folge eines Umsatzminus von 57,4 Prozent. Die aktuell wichtigsten Handlungsfelder sind die Fokussierung auf Wirtschaftlichkeit, danach folgen Personal und Digitalisierung. Zu den weiteren Aktivitäten der Mitglieder hob Schmid hervor, um den Wertschöpfungsfaktor Betriebsgastronomie hochzuhalten, müsse man die Flexibilität erhöhen und nach allen Richtungen beweglich bleiben. Im Anschluss folgten zwei Case Studies der beiden Vorstandsmitglieder Thomas Walter (R+V) und Egmont Merté (Allianz). Merté stellte die Aktionen und Ideen der Task Force New Gastro vor. Dazu zählen eigene Homemade-Produkte wie die Karotten-Kokos-Ingwer-Suppe im Glas oder Angebote zu virtuellen Events wie Wein-Tastings oder Konferenzpakete. Neu auch das Global Cookbook mit über 3.000 Views. Alles diene dem Image, der Gästebindung und dem Erzielen neuer Deckungsbeiträge.

 
Thomas Walter hob in seinen Ausführungen hervor, wie sein Team neue Themen denkt und entwickelt. Neben Webshop und Homeoffice-Paketen, beschäftigt er sich mit neuen Serviceangeboten wie die Verwaltung neuer Desk-Sharing Software. O-Ton: "Ein grundlegend neuer Kurs ist notwendig."

Mut zur Utopie

Auf ihn folgte Jean Georges Ploner, CEO von F&B Heroes, mit einem Plädoyer für mehr Mut zum Umdenken bis zur Utopie. Denn der Auftrag ende nicht mehr am Werkstor. Der Gastro-Berater und Konzeptentwickler sieht durchaus Chancen für Kooperationen mit der örtlichen Gastronomie. Sein Credo: Das Unmögliche denken, damit das Mögliche wahr wird. Den impulsstarken Schlusspunkt setzte Markus Tust, Geschäftsführender Gesellschafter Soda Group, der zu einer spannenden Customer Journey einlud. Das Um- und Versorgen des Gastes werde umfassender als je zuvor, so seine These. Im Chat wurde die Premiere überaus gelobt.
Über das DIG
Im Deutschen Institut für Gemeinschaftsgastronomie (DIG) sind die größten unternehmenseigenen Gemeinschaftsgastronomen organisiert. Das DIG zählt 62 Mitglieder. Sie stehen bundesweit für gut 730.000 Essen täglich, rund 11.700 Mitarbeiter und einen Umsatz von knapp 900 Mio. € netto (Stand: 2019). Ziel ist unter anderem das kollegiale Networking auf Augenhöhe und auf neutraler Basis. Geschäftsstelle ist der Deutsche Fachverlag in Frankfurt am Main. Weitere Informationen bietet die DIG-Webseite.
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