DJH-Online-Petition

"Wir sind sozial relevant!"

Die Deutschen Jugendherbergen stehen quasi vor dem Aus, wenn sie nicht angemessene finanzielle Unterstützung erhalten.
DJH
Die Deutschen Jugendherbergen stehen quasi vor dem Aus, wenn sie nicht angemessene finanzielle Unterstützung erhalten.

Wenn sie nicht schnell finanzielle Unterstützung erhalten, können die Deutschen Jugendherbergen ihren Auftrag für das Gemeinwohl nicht mehr erfüllen. Das Deutsche Jugendherbergswerk hofft mit der Online-Petition #RETTETJugendherbergen auf schnelle Hilfe. Das überzeugende Argument: "Wir sind sozial relevant!"

„Sollte Hilfe weiterhin ausbleiben, steht das DJH nach 111 Jahren Bestehen vor einer mehr als unsicheren Zukunft.“
Julian Schmitz, Hauptgeschäftsführer, DJH
Und wie sozial relevant: 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglieder im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) und nutzen regelmäßig das sozial orienierte Urlaubs- und Freizeit-Angebot der Jugendherbergen. Schulen, Universitäten, sowie andere Bildungseinrichtungen, Vereine und Verbände organisieren hier Freizeiten und Fortbildungen. 5.000 Menschen in Deutschland arbeiten in den Jugendherbergen und fürchten angesichts leerstehender Häuser um die Zukunft des gemeinnützigen Verbandes.

Nun will das DJH mit der Online-Petition #RETTETJugendherbergen – Wir sind sozial relevant! auf das Dilemma der Jugendherbergen aufmerksam machen: "Alle Unterstützerinnen und Unterstützer der Jugendherbergsidee können das Anliegen des DJH auf der Online-Plattform change.org befürworten und so die Politik zum Handeln auffordern", erklärt DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz.

Seit Wochen ohne Gäste

Seit mehreren Wochen sind alle rund 450 Häuser des Deutschen Jugendherbergswerkes geschlossen. Einige wenige Jugendherbergen stehen aktuell als Fieberambulanz, Frauenhaus oder temporäre Unterkunft für Geflüchtete zur Verfügung. Das war's. Ob, wann und wie viele weitere Jugendherbergen wieder geöffnet werden können, ist nicht absehbar. "Uns hat in den vergangenen Wochen eine wahre Flut an Nachrichten erreicht. Die Menschen verstehen nicht, warum es noch immer keinen 'Rettungsschirm' für die Jugendherbergen gibt und sind betroffen." Viele Menschen erinnerten sich gerne an Klassenfahrten und befürchten, diese Erfahrung könnten ihre Kinder oder Enkel verpassen.

"Unsere Mitarbeitenden haben große Sorgen und wissen nicht, wie es für sie weitergehen wird", ergänzt Schmitz. Zudem seien die Herbergen mit ihren vielen Gästen durchaus auch regionale Wirtschaftsfaktoren für Städte und Gemeinden.
Die Online-Petition soll auch verdeutlichen, dass Jugendherbergen kein bloßer Anbieter von "Bett und Brötchen" sei. Schmitz: "Wir machen uns in unserer täglichen Arbeit für das Gemeinwohl und die Zivilgesellschaft in Deutschland stark." Man stehe weltoffen für Toleranz und Bildung in Deutschland und darüber hinaus. "Damit wir diese wichtige Rolle auch nach der Corona-Krise wieder so vertrauensvoll und nachhaltig wahrnehmen können, brauchen wir jetzt schnelle Hilfe für alle 14 DJH-Landesverbände", bringt der DJH-Hauptgeschäftsführer die Forderung auf den Punkt.

Jetzt mitmachen: #RETTETJugendherbergen – Wir sind sozial relevant!


Sie möchten Aktuelles zum Thema "Coronavirus und die Gastro-Branche" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Coronavirus und die Gastro-Branche"-Dossier.
stats