Do & Co Geschäftsjahr 2018/2019

Umsatzverluste nicht ganz kompensiert


Ab 2020 catert Do&Co auf allen Mittel- und Langstreckenflügen der British Airways ab Heathrow.
British Airways
Ab 2020 catert Do&Co auf allen Mittel- und Langstreckenflügen der British Airways ab Heathrow.

Der österreichische Caterer Do & Co veröffentlicht seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/2019, das am 31. März endete. Der Umsatz sinkt im Vorjahresvergleich um rund 14 Mio Euro auf 847,8 Mio. Euro. Vor allem den Wegfall des Zugcatering der Österreichischen Bundesbahnen (Volumen: rund 45 Mio. €) kann das Unternehmen nicht ganz kompensieren.

Ebenfalls negativ zu Buche geschlagen hätten im vergangenen Geschäftsjahr Währungsverluste – zum Teil wegen der Kursschwäche der türkischen Lira – von rund 99 Mio. Euro, gab das Unternehmen bekannt. Unter diesen Voraussetzungen habe man den Umsatz organisch dennoch steigern können und die negativen Effekte in Summe von 145 Mio. Euro beinahe zur Gänze kompensiert, heißt es im Geschäftsbericht. Zudem habe man die Margen steigern können. 

Als Konzernergebnis nach Steuern weist Do & Co 26,4 Mio. Euro Gewinn aus (Vj.: 24,37 Mio. €). Die Net Result-Marge liegt bei 3,1 Prozent (Vj.: 2,8 %). Den Gewinn je Aktie beziffert Do & Co auf 2,71 Euro. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie vorschlagen.

Airline-Catering im Plus

Das Airline-Catering ist das umsatzstärkste Segment des Unternehmens. Hier konnte der Umsatz um 4,2 Prozent auf 598,08 Mio. Euro gesteigert werden. Das Unternehmen gewann 2018 mehrere große Ausschreibungen. So bedient der Caterer ab 2020 alle Kurz- und Langstreckenflüge von British Airways ab London Heathrow, sowie sämtliche Abflüge von Iberia und Iberia Express aus Madrid Barajas. Beide Aufträge laufen über zehn Jahre. Zudem wurden die Cateringverträge mit Turkish Airlines, Austrian Airlines und LOT Polish Airlines verlängert.

Für die Übernahme des Caterings für British Airways baut Do & Co eine der modernsten und größten Gourmetküchen Europas mit über 30.000 Quadratmetern Fläche in London. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen. Momentan betreibt der Caterer weltweit 31 Gourmetküchen in elf Ländern auf drei Kontinenten. 

Do & Co gilt neben der Schweizer Gategroup zudem als Interessent für die zum Verkauf stehende Catering-Sparte der Lufthansa, den LSG Sky Chefs.

Umsatzbringer Formel 1 und Fußball

Der Umsatz im Geschäftsfeld International Event Catering wuchs um 5,3 Prozent auf 129,53 Mio. Euro. Zum guten Ergebnis trugen Caterings bei Fußballspielen des FC Bayern München, Red Bull Salzburg, Juventus Turin, Austria Wien, der österreichichsen Nationalmannschaft sowie das VIP-Catering bei den Formel-1-Grand-Prix Suzuka, Austin, Mexiko und Abu Dhabi bei.

In München baut Do & Co das Event Business aus und übernimmt das Catering für sämtliche VIP und Public-Bereiche sowie Restaurants für die neue Sporthalle der Eishockey-Profis des EHC Red Bull München und die Basketballer des FC Bayern München ab der Spielsaison 2021. Bis zu 11.500 Zuschauer werden in der neuen Spielstätte Platz finden.

Wegfall Zugcatering schmerzt

 Die Division Restaurants, Lounges & Hotel umfasst folgende Geschäftsbereiche: Restaurants und Demel Cafés, Lounges, Hotel, Mitarbeiterrestaurants, Retail und Airport Gastronomie. Der Umsatz dieses Segments sinkt um 44,12 Mio. Euro auf 91,32 Mio. Euro. Den hohen Verlust begründet Do & Co ausschließlich mit dem Wegfall des Zugcaterings der Österreichischen Bundesbahnen.

Als Neukunde gewann Do & Co Red Bull. Seit Dezember bewirtschaftet der Caterer das neue Betriebsrestaurant des Getränkeherstellers in Salzburg/Elsbethen. 1.200 Red-Bull-Mitarbeiter sind dort potentielle Gäste. Der Bereich Mitarbeiterrestaurants mit Standorten in Österreich und Deutschland insgesamt berichtet stabile Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.


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