Drei Fragen an Jörg Rauschenberger

"2018 war für uns ein gemischtes Jahr"

Jörg Rauschenberger, Geschäftsführer der gleichnamigen Gastronomie Gruppe.
Markus Roman
Jörg Rauschenberger, Geschäftsführer der gleichnamigen Gastronomie Gruppe.

Am Rande des 9. Heilbronn Hospitality Symposiums gab Jörg Rauschenberger, Geschäftsführer der Gastronomie-Gruppe Rauschenberger, FOOD SERVICE einen kleinen Rück- und Ausblick.




FOOD SERVICE: Herr Rauschenberger, wie ist Ihr Resüme für 2018?
Jörg Rauschenberger: 
2018 war für uns ein gemischtes Jahr. Wir sind gut gestartet, jetzt gegen Ende des Jahres stellen wir fest, das es etwas nachlässt. Wir betreiben zwei Geschäftsfelder: Restaurants und Caterings. Bei den Restaurants ist alles prima. Beim Catering merken wir langsam etwas Zurückhaltung seitens der großen Firmen, da ziehen ein bisschen dunkle Wolken auf. Was man in der Zeitung liest, muss sich ja irgendwann bemerkbar machen.

Welche Pläne und Vorhaben stehen bei Ihnen 2019 an?
Im Jahr 2019 wollen wir unsere Gastro-Schiene etwas ausbauen, um eventuelle Rückgänge im Catering-Bereich ausgleichen zu können. Wenn man so viele Mitarbeiter hat wie wir, circa 500, muss man sich Gedanken machen, wenn ein Bereich etwas schwächer wird. So einen Fehler – ich sage bewusst Fehler – wie 2008 wollen wir nicht mehr machen. Da hat man mal kurz Mitarbeiter zurückgefahren. Jetzt wollen wir alle guten Leute halten.

Über die Rauschenberger Gastronomie Gruppe
Die Rauschenberger Catering & Restaurants GmbH & Co. KG mit Sitz in Fellbach betreibt neben der Catering-Sparte mehrere Restaurants im Stuttgarter Raum. Im Kunstmuseum Stuttgart steht Rauschenberger hinter dem Restaurant Cube und der O.T. Bar. Ebenso zur Gruppe gehören das Pier 51 und das Goldberg. Dazu kommen temporäre Konzepte wie das Pop-Up-Event Supper Club oder Auftritte auf großen Festen der Region wie dem Stuttgarter Weindorf (mit Rauschenbergers Weinlaube) und dem Fellbacher Herbst. Der Foodservice-Umsatz der Gruppe lag 2017 laut foodservice Top 100-Ranking bei 29,8 Mio. Euro.

Was sind die größten Chancen und Herausforderungen in naher Zukunft?
Die größte Chance für uns besteht darin, in einer kleinen Krise ganz viele unserer Mitbewerber dank exquisitem Management und innovativen Ideen hinter sich zu lassen. Nicht jeder ist so agil und zukunftsgetrieben wie wir. Das heißt auch, zwei, drei Jahre ranzuklotzen und die Innovationen umzusetzen. Da werden einige auf der Strecke bleiben. Das ist unserer größte Chance und zugleich die größte Herausforderung.




stats