Drei Fragen an

Warum jetzt ein Insektenburger, Herr Prislin?

Chief Marketing Officer Peter Prislin erklärt, warum Hans im Glück auf Insektenburger setzt.
Hans im Glück
Chief Marketing Officer Peter Prislin erklärt, warum Hans im Glück auf Insektenburger setzt.

Insektenburger auf der Speisekarte - Hans im Glück Burgergrill wagt den Schritt als erste systematisierte Gastronomiekette. Wir sprechen mit Chief Marketing Officer Peter Prislin über den Coup.

Ist der Insektenburger, der unter dem Namen "Übermorgen" auf der Karte steht, nicht nur ein PR-Gag?
Peter Prislin: Auf keinen Fall. Wir verfolgen bei Hans im Glück eine klare Nachhaltigkeitsstrategie. Ende 2018 haben wir mit dem Ersetzen konventioneller Plastiktrinkhalme in allen unseren Burgergrills durch eine biologisch abbaubare, plastikfreie und industriell kompostierbare Variante, die zu zwei Dritteln aus gentechnisch unverändertem Zuckerrohr besteht ein Zeichen gesetzt. Der neue Burger mit seinem Insektenbratling, der zeigen soll, welche Vielfalt an Geschmack und Auswahl in Zukunft möglich sein kann, ist als weiterer Schritt im Rahmen dieser Strategie zu verstehen.

Wen will der begeistern?
Wir möchten mit dem Übermorgen neue Denkanstöße bieten und unseren Gästen die Möglichkeit geben, ihren kulinarischen Horizont zu erweitern. Das Angebot richtet sich somit an alle, die Lust auf neue Geschmackserlebnisse haben, Wert auf Nachhaltigkeit legen, oder sich abwechslungsreich ernähren möchten. Der Insektenburger heißt nicht umsonst Übermorgen – denn er will einen leckeren Ausblick auf mögliche Nahrungsquellen der Zukunft geben.

Soll der Insektenpatty langfristig das klassische Rindfleischpatty ersetzen?
Nein, es geht nicht um Ersetzen. Mit diesem Burger wollen wir das Nebeneinander unterschiedlicher Ernährungsmöglichkeiten aufzeigen. Im Markt für Nahrungsmittel und Systemgastronomie gibt es einen klaren Trend zur Diversifikation – auch das hat uns zu diesem Experiment ermutigt. Ich kann mir gut vorstellen, dass in einigen Jahren Insektenburger gleichberechtigt neben anderen Burgervarianten wie Rindfleisch, Hähnchenbrust oder vegetarischen und veganen Bratlingen auf der Speisekarte stehen.



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