Dresden

Historischer Rathauskeller in neuem Glanz


Das Buffet zur Neueröffnung des historischen Gewölbekellers als Rathaus-Betriebsrestaurant.
Gourmetta
Das Buffet zur Neueröffnung des historischen Gewölbekellers als Rathaus-Betriebsrestaurant.

Im März wurde im sanierten, historischen Gewölbekeller das Betriebsrestaurant des Dresdner Rathauses neu eröffnet. Betreiber Gourmetta begrüßt nicht nur die städtischen Mitarbeiter zum Mittagstisch. Das Restaurant steht allen offen.

Frühstück gibt es im Ratskeller zwischen 8 und 10 Uhr morgens. Dann holt das fünfköpfige Gourmetta-Team Schwung für den bestens besuchten Mittagstisch. Die anfangs auf drei Stunden geplante Öffnungszeit musste sehr bald ausgeweitet werden. Ab 11 Uhr bis 13.30 Uhr wählen die Gäste zwischen drei Menülinien an zwei Theken, bedienen sich an der Salatbar und genießen die Dessertauswahl. Der Topf für die Tagessuppe wird demnächst ausgetauscht. Er ist deutlich zu klein für die starke Nachfrage.

Alte Stammgäste wieder da

Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung waren bei Planung und Ausschreibung von 80 bis 100 Essen pro Tag ausgegangen. Stefan Steinke, Supervisor Restaurants bei Gourmetta, zählt jedoch gut 230 Portionen täglich. "Wir freuen uns sehr, dass unter anderem so viele Senioren zu uns kommen und in Gesellschaft zu Mittag essen. Es sind die Stammgäste von früher." Damit hatte kaum jemand gerechnet, als Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den Ratskeller am 28. März offiziell eröffnete. Immerhin 17 Jahre lang – seit der Flut 2002 – hatte das Gewölbe leergestanden. Nach der ersten Sanierung verhinderten 2015 zunächst gravierende Brandschutzmängel die Wiedereröffnung. Noch einmal wurden rund 1,5 Millionen Euro investiert. Betreiber Gourmetta erhielt den Zuschlag bei der öffentlichen Ausschreibung aufgrund seiner Referenzen und der logistischen Gesamtkonzeption.

Auf 840 Quadratmetern betreiben die Caterer aus dem rund zehn Kilometer entfernten Radebeul heute das Restaurant. Die aktuell 96 Sitzplätze sollen bald aufgestockt werden und auch der Außenbereich bekommt noch mehr Stühle, so Steinke. Die Hauptkomponenten der Gerichte werden in der Zentralküche in Radebeul vorproduziert und per Cook & Hold angeliefert. In der Rathausküche werden Gemüse und Salat frisch produziert. "Die Gäste entscheiden sich für eine Hauptkomponente und wählen die Beilage frei nach Wunsch dazu", erläutert der Restaurant-Chef das System. Der Preis richtet sich jeweils nach der Hauptkomponente. Pro Jahr sorgen elf Aktionswochen für Abwechslung auf dem Speisenplan, der wöchentlich wechselt. Kein Gericht wiederholt sich innerhalb von vier Wochen, das ist Teil der Ausschreibung. Dauerrenner Schnitzel erfährt dabei viele Varianten. Die Aktionen reichen vom Barbecue im Sommer über Spargel- und Fischwoche bis zu einer veganen Woche oder saisonalen Highlights wie Weihnachten.

Faire Preisgestaltung

Ein Menü für 3,30 Euro ist immer dabei. Einen aktuellen Durchschnittsbon hat er noch nicht ermittelt. Die städtischen Mitarbeiter, die im historischen Ambiente ihr Mittagessen genießen, informieren sich über das tägliche Angebot im Intranet der Stadtverwaltung und zahlen mit ihrem elektronischen Gourmetta-Ausweis. Externe Gäste zahlen einen kleinen Aufschlag von 60 Cent auf ihre Mahlzeit. Die Idee des Bürgermeisters, Bürger und Angestellte der Stadt sowie Touristen zusammenzubringen, geht auf.

Über Gourmetta Gruppe
Das 2002 in Radebeul gegründete Unternehmen agiert auf regionaler Ebene. Der Catering-Spezialist entwickelt, produziert und liefert Fertigmenüs in den Bereichen Cook & Chill sowie Fein- und Tiefkühlkost. Hinzu kommen Event- und Office-Catering, eine eigene Eventlocation am Stammsitz sowie 24 Restaurants und Betriebsrestaurants. Außerdem beliefert Gourmetta 50 Schulen und Kitas. Das Unternehmen betreit vier Zentralküchen und beschäftigt 300 Mitarbeiter.






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