Dussmann Service

Contract Caterer setzt auf Zweinutzungshühner

Landwirt Florian Reiter mit einem seiner Gockel. Den Name "Les Bleues" trägt die Rasse übrigens wegen ihrer blauen Füße.
Amelie Niederbuchner
Landwirt Florian Reiter mit einem seiner Gockel. Den Name "Les Bleues" trägt die Rasse übrigens wegen ihrer blauen Füße.

Als erstes Unternehmen in der Betriebsgastronomie setzt der Contract Caterer Dussmann Service zukünftig auf Zweinutzungshühner. Dafür kooperiert das Unternehmen mit dem Geflügelhof Locking im bayerischen Chiemgau.

Monatlich beziehen die Dussmann-Küche rund 200 Gockel aus der Geflügelzucht in Locking. Das Besondere: Auf dem Hof werden ausschließlich männliche Küken der Hühnerrasse "Les Bleues" großgezogen. Ganze fünf Monate dürfen die Tiere hier bei viel Auslauf und selbstproduziertem Bio-Futter heranwachsen, bevor sie bei einem großen Unternehmen in München auf den Teller kommen. Hier werden die Tiere "vom Hals bis zum Bürzel" verwertet.

Garantierte Abnahme

Durch die garantierte Abnahme der Stückzahl gibt Dussmann Service dem Besitzer des Hofes die Sicherheit, dass sich die längere und kostenintensivere Aufzucht auszahlt. Gleichzeitig unterstützt der Contract Caterer mit seinem Einkaufsverhalten die ländliche Landwirtschaft und setzt ein Zeichen gegen die konventionelle Hühnerzucht und die dort verwendeten Hybridhühner. 

"Es kann nicht sein, dass in Deutschland 45 Millionen männlicher Küken im Jahr geschreddert werden. Das hat uns dazu bewegt, uns auf die Suche nach Landwirten und Lieferanten zu machen, die sich bewusst gegen die Zucht, Behandlung und Verarbeitung der klassischen Hybridhühner entschieden haben", erzählt Matthias Meyer, Spartenleiter Catering der Dussmann Service-Region Süd, der das Projekt mit seinen Münchner Kollegen auf die Beine gestellt hat.

Als Zweinutzungshühner werden Hühnerrassen bezeichnet, deren Zuchthintergrund sowohl das Eierlegen als auch die Schlachtung ist und die damit der traditionellen Nutzhühnerzucht entsprechen.

Bereits seit Ende 2017 unterstützt Dussmann Service die Käfigfrei-Initiative der Albert-Schweitzer-Stiftung und verzichtet auf Produkte mit Käfig-Eiern. In Deutschland und Österreich unterstützt das Unternehmen zusätzlich die Europäische Masthuhn-Initiative der Albert-Schweitzer-Stiftung. Auch darüber hinaus befasst sich der Caterer mit dem Thema Nachhaltigkeit. Beispielsweise wird in einigen der Betriebsrestaurants Eaternity eingesetzt - eine Datenbank, die die Umweltbilanz der Mahlzeiten sichtbar macht. Außerdem arbeitet Dussmann Service mit United Against Waste zusammen, um Lebensmittelverschwendung aktiv zu bekämpfen.

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