Eat Happy

Erste Unit jenseits des LEH

Eat Happy-Geschäftsführer Andreas Bork (l.) und Christian Jürgens, Leiter Business Development, vor der neu eröffneten Unit am Kölner Flughafen, dem ersten Eat Happy-Store außerhalb des LEH.
Eat Happy
Eat Happy-Geschäftsführer Andreas Bork (l.) und Christian Jürgens, Leiter Business Development, vor der neu eröffneten Unit am Kölner Flughafen, dem ersten Eat Happy-Store außerhalb des LEH.

Mit 500 Sushi-Inseln im deutschen LEH ist Eat Happy unangefochtener Spitzenreiter unter den Sushi-Anbietern im Retail-Segment. Nun wagt sich das 2013 gegründete Unternehmen an neue Herausforderungen heran: Im August ist die erste Eat Happy-Unit jenseits des Handels am Kölner Flughafen an den Start gegangen. Und noch in diesem Jahr will die expansionsstarke Company ihre Umsätze über den Vertriebskanal Delivery weiter steigern.

Anfang August hat die erste Unit der Sushi-Marke Eat Happy außerhalb des LEH ihren Betrieb aufgenommen. Für die Premiere am Terminal 1 (landside) des Kölner Flughafens wurde das klassische Sortiment der Sushi-Inseln unter anderem um Sandwiches und hausgemachten Ingwer-Eistee erweitert. Darüber hinaus gibt es Suppen, Salate, Bowls und Desserts. Für die Bestückung des Portfolios mit süßen Leckereien zeichnet mittlerweile die im März gegründete Tochter Eat Happy (EH) Candy Cuisine verantwortlich. Signature Dish sind die japanischen Reiskugeln namens Mochi.

Der Start am Flughafen gibt bereits die Marschrichtung für die Expansion der Marke vor. "Unsere Produkte sind klassische Convenience-/To-go-Produkte und damit ideal für einen Verkehrsstandort", erklärt Geschäftsführer Andreas Bork. In diesem Fall sei der Flughafen auf Eat Happy zugekommen, weil ein asiatisches Angebot dort bislang fehlte. Travel Hubs sollen laut Bork aber auch künftig im Fokus der Standortstrategie stehen. Am Kölner Flughafen bespielt Eat Happy 50 Quadratmeter und bietet den Gästen 14 Sitzplätze. "Der Fokus liegt auf dem To-go-Geschäft."

Der Preisaufschlag gegenüber dem LEH liegt bei etwa 10 Prozent, so Bork. Als Bestseller der ersten Tage erwiesen sich mittlere und große Sushi-Boxen, Sommerrollen und Mochis.
 

Lieferdienst noch 2019

Gegenüber der Lebensmittelzeitung kündigte der Eat Happy-Geschäftsführer zudem an, die Erschließung des Vertriebskanals Delivery in Angriff nehmen zu wollen. Im Lieferdienst sehe man zusätzliches Potenzial, das das bestehende Geschäft nicht kannibalisiere. Geplant ist die Lieferaktivität zunächst als Pilotprojekt "in einer deutschen Filiale". Der Start soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Eat Happy: Start am Airport Köln



Auf Nachfrage von FOOD SERVICE erklärte Bork: "Ziel ist es, im Piloten eine große deutsche Stadt fast komplett abzudecken; dies können wir aus mehreren Standorten heraus erreichen." Wer die Liefertätigkeit übernimmt – Eat Happy selbst oder Partner –, ist nach Informationen der Lebensmittelzeitung hingegen noch nicht entschieden.  
 
 
Eat Happy: Volle Kraft voraus im LEH
Während Eat Happy neue Felder besetzt, geht es im Handel mit gewohnt hohem Expansionstempo weiter. Im Sommer 2019 zählt das 2013 gegründete Unternehmen 500 Sushi-Inseln im deutschen LEH. Auf die Frage nach einem Sättigungsgrad des deutschen Markts, erwidert Bork: "Wir werden dieses Jahr mindestens 130 Shop-in-Shops in Deutschland eröffnen und haben bereits eine sehr gut gefüllte Pipeline an neuen Standorten für das kommende Jahr. Eine Prognose darüber hinaus ist sehr schwierig."
Die Kriterien für die Eröffnung eines Shop-in-Shops sind für Eat Happy erfüllt, wenn eine Top-Platzierung auf mindestens 14 Quadratmetern möglich ist sowie ausreichende Frequenz und Kaufkraft gegeben sind. Kleinere Märkte, in denen die Installation einer Insel nicht rentabel erscheint, bestückt Eat Happy mit Truhen, die von anderen Standorten beliefert werden.
In Österreich betreibt das Unternehmen mittlerweile 31 Shops und 300 Truhen. Noch in diesem Quartal soll der Markteintritt in Dänemark erfolgen.




stats